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Items tagged with: journalismus

Bunte Medienvielfalt ist wichtig

Deshalb: Unterstützt den Lokaljournalismus, es gibt viele gute Argumente dafür!

(zwei Screenshots reichen zur Illustration)

Ostsee-Zeitung:



Leipziger Volkszeitung:




Hannoversche Allgemeine

Kieler Nachrichten

Dresdner neueste Nachrichten

Märkische Allgemeine

Wolfsburger Allgemeine

Toll. so viele Meinungen unabhängiger Journalisten lesen zu können!
Oder sind die vielleicht gar nicht unabhängig, sondern drucken nur weisungsgemäß die Vorlagen aus der Konzernzentrale ab?

Tacheles: Mir ist durchaus klar, daß auch Journalisten Miete zahlen müssen. Das mußten sie freilich früher auch, und es funktionierte. Niemand hat euch Zeitungen ins Web gezwungen, das war eure freie Entscheidung.
Ich bin ein alter grumpliger Sack mittlerweile, das hat den Vorteil, über Erfahrung zu verfügen.
I’ve seen things you people wouldn’t believe. An internet without cookies. I saw porn in stills only. Mail servers that relayed for everyone. Searching gopherspace with veronica. All those moments will be lost in time, like tears in rain.

Time to live on
Wenn ihr keine funktionierende Geschäftsidee habt, dann macht eure Online-Buden dicht! Oder wenigstens: Hört auf in Textbausteinen alle halbe Jahre erneut zu betteln, das ist unwürdig.

\#Journalismus #Unmut
Bunte Medienvielfalt ist wichtig
 
Bild/Foto

Journalisten sollen zum Schweigen gebracht werden


Internationaler Rechtsbruch zur Verschleierung von Kriegsverbrechen

Vor 3 Wochen ist das Auslieferungsverfahren der USA um Julian Assange vor einem Londoner Gericht nach fast 6 Monaten Corona-Pause wieder angelaufen. Die Einzelheiten, die nur wenige Zuhörer dabei mitbekommen sind erschütternd.

Zensur schlimmer als in der Türkei

Über die Behinderung bei der Prozessbeobachtung und Berichterstattung schreibt Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen (RoG):

Die britischen Behörden versuchen uns, wie schon im Februar, die Beobachtung so schwer wie möglich zu machen: Obwohl wir uns seit Februar, also noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie, um eine Sitzplatzgarantie bemüht haben, wurde uns und anderen Organisationen diese explizit verwehrt. Wir müssen uns jeden Morgen aufs Neue um einen der nur sechs Sitzplätze für Beobachter bemühen, von denen jeden Tag zwei bis zum Mittag freigehalten werden für „VIPs“, die allerdings bis heute noch nie aufgetaucht sind. Großbritannien verletzt damit auf eklatante Weise seine menschenrechtlichen und rechtsstaatlichen Verpflichtungen, denen zufolge eine öffentliche Beobachtung von Verfahren sichergestellt werden muss. Zum Vergleich: Bei offenkundigen Schauprozessen in der Türkei ist es gang und gäbe, dass RSF – auch unter Corona-Bedingungen - als Prozessbeobachter garantierten Zugang bekommt.

Auch wenn die britische Regierung und die Justiz immer wieder betonen, das es sich um eine rechtsstaatliches Verfahren handelt, ist für RoG klar, dass es

im Kern ein politisches Verfahren ist: Denn die juristische Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, ob Assange Verbrechen begangen hat, so argumentieren die USA, oder ob die von ihm und Wikileaks im Zusammenspiel mit Medien wie Der Spiegel veröffentlichten Informationen über Kriegsverbrechen der USA relevant für die Öffentlichkeit waren, so sieht es Reporter ohne Grenzen.

Ina Sembdner beschreibt in der Jungen Welt den "Alltag", den Julian Assange seit Anfang September ertragen muss. Zu den grundsätzlichen Rechtsfragen stellt sie fest
  • Großbritannien soll einen australischen Staatsbürger in die USA ausliefern, um ihm dort einen Prozess zu machen.
  • Die Öffentlichkeit ist fast vollständig von der Verhandlung ausgeschlossen.
  • Die Aussagen der Zeugen der Verteidigung sind auf Anordnung der vorsitzenden Richterin Vanessa Baraitser auf 30 Minuten beschränkt, während die US-Anklage ihre Kreuzverhöre auf vier Stunden ausdehnen kann.
  • Der Vorwurf gegen Assange heißt Spionage, dabei hat er journalistisch gearbeitet und sein Wissen mit anderen Medien, wie dem Spiegel, offen geteilt.
  • Zeugen der Verteidigung bezeugen unter Eid, dass die Veröffentlichungen von Wikileaks nicht nur Kriegsverbrechen an die Öffentlichkeit brachten, sondern solche auch verhindern halfen.
  • So mussten die US-Drohnenangriffe in Pakistan wegen der aufgedeckten Beweise eingestellt werden.
  • Auch in den jüngst eröffneten Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen die USA wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Afghanistan werden Beweise verwendet, die durch Wikileaks enthüllt werden konnten.
  • In den zehn Jahren der Verfolgung Assanges hat die US-Regierung nicht eine Person vorweisen können, die durch seine Veröffentlichung zu Schaden gekommen sei. Das ist aber weiterhin ein zentraler Anklagepunkt der US-Seite.
Folteropfer werden nicht gehört

Ein Tiefpunkt in dem in keiner Weise rechtsstaatlichen Verfahren war bisher die Verhinderung von Aussagen von US Folteropfern. So wurde zuerst versucht die Zeugenaussage des deutschlibanesischen Folteropfers der USA, Khaled El-Masri mit formalen Argumenten zu verhindern, schließlich war es ein "technischer Fehler" der seine Videoaussage unmöglich machte.

So wurden El-Masris Aussagen nur ohne die kompromittierenden Angaben vorgelesen. Ähnliches geschah auch dem Reuters-Journalisten Dean Yates, dessen Kollegen in dem von Wikileaks veröffentlichten »Collateral Damage«-Video von US-Soldaten ermordet wurden. Auf US-Drängen wurde ihm vom britischen Gericht verwehrt darüber zu sprechen.

Mehr dazu bei https://www.jungewelt.de/artikel/387203.julian-assange-staatsfeind-nummer-eins.html
und http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/m/7593800/0-0962fc148fbb0b4e1d3c4cd47b99f2d1
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7405-20200929-journalisten-sollen-zum-schweigen-gebracht-werden.htm

#Mahnwache #Journalismus #Enthüllungen #Manipulation #Whistleblowing #Schutz #EdwardSnowden #ChelseaManning #JulianAssange #Zensur #Transparenz #Informationsfreiheit #Auslieferung #USA #Meinungsmonopol #Meinungsfreiheit #Pressefreiheit #Prozessbeginn #ILMR #Attac #RoG #JW
 
Bild/Foto

Journalisten sollen zum Schweigen gebracht werden


Internationaler Rechtsbruch zur Verschleierung von Kriegsverbrechen

Vor 3 Wochen ist das Auslieferungsverfahren der USA um Julian Assange vor einem Londoner Gericht nach fast 6 Monaten Corona-Pause wieder angelaufen. Die Einzelheiten, die nur wenige Zuhörer dabei mitbekommen sind erschütternd.

Zensur schlimmer als in der Türkei

Über die Behinderung bei der Prozessbeobachtung und Berichterstattung schreibt Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen (RoG):

Die britischen Behörden versuchen uns, wie schon im Februar, die Beobachtung so schwer wie möglich zu machen: Obwohl wir uns seit Februar, also noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie, um eine Sitzplatzgarantie bemüht haben, wurde uns und anderen Organisationen diese explizit verwehrt. Wir müssen uns jeden Morgen aufs Neue um einen der nur sechs Sitzplätze für Beobachter bemühen, von denen jeden Tag zwei bis zum Mittag freigehalten werden für „VIPs“, die allerdings bis heute noch nie aufgetaucht sind. Großbritannien verletzt damit auf eklatante Weise seine menschenrechtlichen und rechtsstaatlichen Verpflichtungen, denen zufolge eine öffentliche Beobachtung von Verfahren sichergestellt werden muss. Zum Vergleich: Bei offenkundigen Schauprozessen in der Türkei ist es gang und gäbe, dass RSF – auch unter Corona-Bedingungen - als Prozessbeobachter garantierten Zugang bekommt.

Auch wenn die britische Regierung und die Justiz immer wieder betonen, das es sich um eine rechtsstaatliches Verfahren handelt, ist für RoG klar, dass es

im Kern ein politisches Verfahren ist: Denn die juristische Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, ob Assange Verbrechen begangen hat, so argumentieren die USA, oder ob die von ihm und Wikileaks im Zusammenspiel mit Medien wie Der Spiegel veröffentlichten Informationen über Kriegsverbrechen der USA relevant für die Öffentlichkeit waren, so sieht es Reporter ohne Grenzen.

Ina Sembdner beschreibt in der Jungen Welt den "Alltag", den Julian Assange seit Anfang September ertragen muss. Zu den grundsätzlichen Rechtsfragen stellt sie fest
  • Großbritannien soll einen australischen Staatsbürger in die USA ausliefern, um ihm dort einen Prozess zu machen.
  • Die Öffentlichkeit ist fast vollständig von der Verhandlung ausgeschlossen.
  • Die Aussagen der Zeugen der Verteidigung sind auf Anordnung der vorsitzenden Richterin Vanessa Baraitser auf 30 Minuten beschränkt, während die US-Anklage ihre Kreuzverhöre auf vier Stunden ausdehnen kann.
  • Der Vorwurf gegen Assange heißt Spionage, dabei hat er journalistisch gearbeitet und sein Wissen mit anderen Medien, wie dem Spiegel, offen geteilt.
  • Zeugen der Verteidigung bezeugen unter Eid, dass die Veröffentlichungen von Wikileaks nicht nur Kriegsverbrechen an die Öffentlichkeit brachten, sondern solche auch verhindern halfen.
  • So mussten die US-Drohnenangriffe in Pakistan wegen der aufgedeckten Beweise eingestellt werden.
  • Auch in den jüngst eröffneten Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen die USA wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Afghanistan werden Beweise verwendet, die durch Wikileaks enthüllt werden konnten.
  • In den zehn Jahren der Verfolgung Assanges hat die US-Regierung nicht eine Person vorweisen können, die durch seine Veröffentlichung zu Schaden gekommen sei. Das ist aber weiterhin ein zentraler Anklagepunkt der US-Seite.
Folteropfer werden nicht gehört

Ein Tiefpunkt in dem in keiner Weise rechtsstaatlichen Verfahren war bisher die Verhinderung von Aussagen von US Folteropfern. So wurde zuerst versucht die Zeugenaussage des deutschlibanesischen Folteropfers der USA, Khaled El-Masri mit formalen Argumenten zu verhindern, schließlich war es ein "technischer Fehler" der seine Videoaussage unmöglich machte.

So wurden El-Masris Aussagen nur ohne die kompromittierenden Angaben vorgelesen. Ähnliches geschah auch dem Reuters-Journalisten Dean Yates, dessen Kollegen in dem von Wikileaks veröffentlichten »Collateral Damage«-Video von US-Soldaten ermordet wurden. Auf US-Drängen wurde ihm vom britischen Gericht verwehrt darüber zu sprechen.

Mehr dazu bei https://www.jungewelt.de/artikel/387203.julian-assange-staatsfeind-nummer-eins.html
und http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/m/7593800/0-0962fc148fbb0b4e1d3c4cd47b99f2d1
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7405-20200929-journalisten-sollen-zum-schweigen-gebracht-werden.htm

#Mahnwache #Journalismus #Enthüllungen #Manipulation #Whistleblowing #Schutz #EdwardSnowden #ChelseaManning #JulianAssange #Zensur #Transparenz #Informationsfreiheit #Auslieferung #USA #Meinungsmonopol #Meinungsfreiheit #Pressefreiheit #Prozessbeginn #ILMR #Attac #RoG #JW
 

Entkräftet: Verschwörungsberichte über Julian #Assange


https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS9jNTE1MjZlMi1lYTNhLTRiNGYtYWI0YS00NjQ4MWQyNDVmZjk

#wikileaks #justiz #journalismus #presse #verschwörung #fehler #Aufklärung #problem
 

Entkräftet: Verschwörungsberichte über Julian #Assange


https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS9jNTE1MjZlMi1lYTNhLTRiNGYtYWI0YS00NjQ4MWQyNDVmZjk

#wikileaks #justiz #journalismus #presse #verschwörung #fehler #Aufklärung #problem
 
Offener Brief freier taz-Mitarbeiter’innen

Hallo taz’ler’innen, sehr geehrte #Chefredaktion,

Ihr wolltet reden, also gut: Wir sind freie Journalist’innen, und wir arbeiten gerne für und mit der #taz. Wir beobachten die Entwicklung der vergangenen Tage mit #Sorge, #Ärger und #Fassungslosigkeit.

Nach einer Kolumne von #Hengameh #Yaghoobifarah haben sich inzwischen #CDU/CSU, #AfD, die #Polizeigewerkschaften und auch der deutsche #Innenminister gegen sie*ihn gestellt. Gleichzeitig erschienen in der Wochenendausgabe drei sich von Hengameh Yaghoobifarahs Kolumne distanzierende Stücke. Zur Unterstützung: kein einziger. Auch wenn inzwischen ein verteidigender #Text von Saskia Hödl erschien, zeugt es von Ignoranz, dass keiner der Texte am Wochenende auf den Anlass von Hengameh Yaghoobifarahs Kolumne einging. Dieser Anlass war: rassistische #Polizeigewalt. Auf diese Art geführt ist das keine #Debatte. Das ist #Entsolidarisierung.

Es werden in der taz sicher viele Artikel erscheinen, die behaupten werden, dass die #Pressefreiheit ein hohes Gut sei. Die taz muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie, als sie in drei Artikeln einer einzigen Ausgabe Hengameh Yaghoobifarah anging, dem Anspruch gerecht geworden ist, dieses Gut zu schützen. Es muss der taz klar sein, dass der Grund, warum viele von uns gerne für die taz schreiben, in der generellen Haltung der taz liegt. Und diese Haltung ist eine #solidarische. Das bedeutet auch, anzuerkennen, dass wir Freien besonders abhängig von der taz sind und besonders verwundbar. Wenn eure #Solidarität wegbricht, was bleibt dann noch? Hengameh Yaghoobifarah erhält inzwischen #Morddrohungen, und die taz muss sich fragen, ob sie alles getan hat, um das zu verhindern.

Wir erwarten, dass sich die Chefredaktion solidarisch mit freien Mitarbeiter’innen zeigt und sie nicht bei der ersten Gelegenheit an den Pranger stellt. Wir erwarten jetzt, dass die Chefredaktion sich auch zukünftig ohne Relativierungen positioniert. Wir erwarten, zukünftig nicht zum Spielball hauspolitischer Auseinandersetzungen zu werden. Wir erwarten, dass wenn ein Text abgenommen wurde, wir auf Unterstützung der taz zählen können. Wir erwarten mehr.

Solidarität mit Hengameh Yaghoobifarah

23.06.2020

Kirsten Achtelik
Mohamed Amjahid
Bettina Bexte
Hartmut El Kurdi
Emran Feroz
Leo Fischer
Niklas Franzen
Malte Göbel
Steffen Greiner
Katharina Greve
Uli Hannemann
Elias Hauck
Pola Kapuste
Şeyda Kurt
Lotte Laloire
Dirk Ludigs
Ekkehard Knörer
Radek Krolczyk
Gregor Mothes
Michaela Maria Müller
Jacinta Nandi
Nicole Opitz
Nicholas Potter
Robert Rescue
Cordula Rode
Christiane Rösinger
Michael Seemann
Sibel Schick
Sarah Schmidt
Adrian Schulz
Nina Scholz
Pia Stendera
Juri Sternburg
Juliane Streich
Lea Streisand
Maurice Summen
Jörg Sundermeier
Volker Surmann
Eva Tepest
Sarah Ulrich
Frédéric Valin
Sonja Vogel
Johann Voigt
Patrick Wagner
Heiko Werning
Christopher Wimmer


Kontakt: freietaz@gmail.com
https://freie-taz.org/
#rassismus #polizei #antifa #medien #journalismus #allianzen #meinungsfreiheit
 
Offener Brief freier taz-Mitarbeiter’innen

Hallo taz’ler’innen, sehr geehrte #Chefredaktion,

Ihr wolltet reden, also gut: Wir sind freie Journalist’innen, und wir arbeiten gerne für und mit der #taz. Wir beobachten die Entwicklung der vergangenen Tage mit #Sorge, #Ärger und #Fassungslosigkeit.

Nach einer Kolumne von #Hengameh #Yaghoobifarah haben sich inzwischen #CDU/CSU, #AfD, die #Polizeigewerkschaften und auch der deutsche #Innenminister gegen sie*ihn gestellt. Gleichzeitig erschienen in der Wochenendausgabe drei sich von Hengameh Yaghoobifarahs Kolumne distanzierende Stücke. Zur Unterstützung: kein einziger. Auch wenn inzwischen ein verteidigender #Text von Saskia Hödl erschien, zeugt es von Ignoranz, dass keiner der Texte am Wochenende auf den Anlass von Hengameh Yaghoobifarahs Kolumne einging. Dieser Anlass war: rassistische #Polizeigewalt. Auf diese Art geführt ist das keine #Debatte. Das ist #Entsolidarisierung.

Es werden in der taz sicher viele Artikel erscheinen, die behaupten werden, dass die #Pressefreiheit ein hohes Gut sei. Die taz muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie, als sie in drei Artikeln einer einzigen Ausgabe Hengameh Yaghoobifarah anging, dem Anspruch gerecht geworden ist, dieses Gut zu schützen. Es muss der taz klar sein, dass der Grund, warum viele von uns gerne für die taz schreiben, in der generellen Haltung der taz liegt. Und diese Haltung ist eine #solidarische. Das bedeutet auch, anzuerkennen, dass wir Freien besonders abhängig von der taz sind und besonders verwundbar. Wenn eure #Solidarität wegbricht, was bleibt dann noch? Hengameh Yaghoobifarah erhält inzwischen #Morddrohungen, und die taz muss sich fragen, ob sie alles getan hat, um das zu verhindern.

Wir erwarten, dass sich die Chefredaktion solidarisch mit freien Mitarbeiter’innen zeigt und sie nicht bei der ersten Gelegenheit an den Pranger stellt. Wir erwarten jetzt, dass die Chefredaktion sich auch zukünftig ohne Relativierungen positioniert. Wir erwarten, zukünftig nicht zum Spielball hauspolitischer Auseinandersetzungen zu werden. Wir erwarten, dass wenn ein Text abgenommen wurde, wir auf Unterstützung der taz zählen können. Wir erwarten mehr.

Solidarität mit Hengameh Yaghoobifarah

23.06.2020

Kirsten Achtelik
Mohamed Amjahid
Bettina Bexte
Hartmut El Kurdi
Emran Feroz
Leo Fischer
Niklas Franzen
Malte Göbel
Steffen Greiner
Katharina Greve
Uli Hannemann
Elias Hauck
Pola Kapuste
Şeyda Kurt
Lotte Laloire
Dirk Ludigs
Ekkehard Knörer
Radek Krolczyk
Gregor Mothes
Michaela Maria Müller
Jacinta Nandi
Nicole Opitz
Nicholas Potter
Robert Rescue
Cordula Rode
Christiane Rösinger
Michael Seemann
Sibel Schick
Sarah Schmidt
Adrian Schulz
Nina Scholz
Pia Stendera
Juri Sternburg
Juliane Streich
Lea Streisand
Maurice Summen
Jörg Sundermeier
Volker Surmann
Eva Tepest
Sarah Ulrich
Frédéric Valin
Sonja Vogel
Johann Voigt
Patrick Wagner
Heiko Werning
Christopher Wimmer


Kontakt: freietaz@gmail.com
https://freie-taz.org/
#rassismus #polizei #antifa #medien #journalismus #allianzen #meinungsfreiheit
 
29.05.2020 Volksverpetzer: Presse fällt auf Manipulation herein: Gewaltkriminalität gegen Polizeibeamte um 31,2 % gesunken! #polizei #polizeigewalt #qualitätsjournalismus #journalismus
Presse fällt auf Manipulation herein: Gewalt gegen Polizeibeamte um 31,2% gesunken!
 

Journalismus-Trend des Jahres: Die Zugstattflugreportage - DWDL.de


Ohja, sehr gut zusammengasst-

#bahn #journalismus
 
Wow. Was für ein Text. Lesenswert.

#rezo #meinungsfreiheit #verantwortung #journalismus #noafd

via @qbi

In anderen Worten: Wenn wir ebenso intensiv über die Gefahr für Meinungsfreiheit aufgrund von zivilem Ungehorsam und alltäglichen sozialen Konsequenzen reden, wie wir es über die Gefahr tun, die von mordenden Nazis und den menschenverachtenden Äußerungen rechtsextremer Abgeordneter ausgeht, dann haben wir den Schuss offenbar nicht gehört. Und hören ihn möglicherweise erst dann, wenn wir selbst den Trigger am Hinterkopf klicken hören, während dieses Land von "Parasiten" gesäubert und von "Halbn*gern" befreit wird und die politischen Gegner "entsorgt" werden. Wir können dann voller Stolz behaupten, dass wir über alle Seiten und alle Themen gleichermaßen ausführlich gesprochen und jede philosophische Frage auf die Titelseiten gepackt haben. Es wäre halt ziemlich dumm.
-- Rezo


https://www.zeit.de/kultur/2019-11/meinungsfreiheit-rechtsextremismus-afd-medien-verantwortung/komplettansicht
Europa 

Die Mafia mit der Gartenschere - Ausgabe 440

Der Bürgerschreck kommt in der Nacht, und dann raucht er dein Blumenbeet: Hortensien-Junkies haben es auf die Zierpflanze abgesehen, weil das Quarzen ihrer Knospen klatschen soll wie Cannabis. Stimmt zwar nicht, aber Medien verbreiten das Gerücht hartnäckig. Und sie wissen dabei ganz schön viel über die Motivation von Tätern, die nie erwischt wurden.
Sehr geil, insbesondere natürlich die Maifa!

#mafia #Hortensien #Drogen #Journalismus #deutsch
 

"Monitor"-Recherchen Polizeieinsatz im Rheinbad: Randale ohne Randale - Politik - Tagesspiegel


#Rheinbad #Freibad #Journalismus
 

"Monitor"-Recherchen Polizeieinsatz im Rheinbad: Randale ohne Randale - Politik - Tagesspiegel


#Rheinbad #Freibad #Journalismus
 

Bäm!


via @atarifrosch

Bild/FotoElias Schwerdtfeger wrote the following post Tue, 28 May 2019 16:06:38 +0200

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉
 

Bäm!


via @atarifrosch

Bild/FotoElias Schwerdtfeger wrote the following post Tue, 28 May 2019 16:06:38 +0200

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉
 

Bäm!


via @atarifrosch

Bild/FotoElias Schwerdtfeger wrote the following post Tue, 28 May 2019 16:06:38 +0200

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉
 

Bäm!


via @atarifrosch

Bild/FotoElias Schwerdtfeger wrote the following post Tue, 28 May 2019 16:06:38 +0200

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉
 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉
 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉
 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

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Bild/Foto

Deutsche Journalisten? Alle linksgrünversifft!


Eine sehr schöne und sehr gründliche Recherche von Katapult ist mal der Frage nachgegangen, ob deutsche Journalisten tatsächlich in der Mehrheit links sind. Und ist dabei auf überraschende Ergebnisse gestoßen.

#journalismus #politik #linksgrünversifft
 

Lügen fürs #Leistungsschutzrecht , jetzt auch von #dpa


Siehe: https://uebermedien.de/36676/luegen-fuers-leistungsschutzrecht-jetzt-auch-von-dpa/

#urheberrecht #reform #Google #presse #Journalismus #fakenews #Politik #Problem #Nachrichten #eu
 

Lügen fürs #Leistungsschutzrecht , jetzt auch von #dpa


Siehe: https://uebermedien.de/36676/luegen-fuers-leistungsschutzrecht-jetzt-auch-von-dpa/

#urheberrecht #reform #Google #presse #Journalismus #fakenews #Politik #Problem #Nachrichten #eu
 
Zwei Jahre #zeit.de #Artikel

zeit-online


Was sagen 50.000 Texte, 3.400 Autoren und 47.000 #Tags über eine Onlineplatform aus?

Unser Data-Miner Dragonlair hat sich mal zeit.de angesehen und seine Erkenntnisse im Blog gepostet. Seht es euch an. Wenn Ihr Anregungen, Kritik oder Fehllermeldungen habt, postet sie gern unter dem Originalpost hier auf Diaspora.

https://blogs.taz.de/dragonlair/zeit-online/

#taz #blogs #tazblogs #journalismus #onlinejournalismus #datamining #datenanalyse #geschlecht #gender #metadaten #sentiment
 
Zwei Jahre #zeit.de #Artikel

zeit-online


Was sagen 50.000 Texte, 3.400 Autoren und 47.000 #Tags über eine Onlineplatform aus?

Unser Data-Miner Dragonlair hat sich mal zeit.de angesehen und seine Erkenntnisse im Blog gepostet. Seht es euch an. Wenn Ihr Anregungen, Kritik oder Fehllermeldungen habt, postet sie gern unter dem Originalpost hier auf Diaspora.

https://blogs.taz.de/dragonlair/zeit-online/

#taz #blogs #tazblogs #journalismus #onlinejournalismus #datamining #datenanalyse #geschlecht #gender #metadaten #sentiment
 
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