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Items tagged with: fefebot

Na das hat ja gerade noch gefehlt: Der Security-Chef von Android findet, Black Hat und White hat seien rassistische Begriffe und GEHÖREN AUSGEMERZT.
Wir haben ja in der IT schon seit einer Weile eine Kulturrevolution laufen, wo selbsternannte Moralinstanzen herumlaufen und anderen Leuten Vorhaltungen machen, wie sie in ihren Projekten Dinge zu benennen haben. Und wie bei der chinesischen Kulturrevolution drängt sich von außen ein bisschen der Eindruck auf, es ginge gar nicht um die Bekämpfung von Faschismus sondern um das Erbringen des Beweises, dass man selbst der beste Kommunist von allen ist.
Den traurigen Höhepunkt hat das kürzlich erreicht, als Rich Salz bei OpenSSL vorstellig wurde, damit die bei sich "Master Key" und ähnliche Terminologie exterminieren. Rich Salz ist bekannt dafür, dass er INN geschrieben hat, in den 1990er Jahren einer der wichtigsten Usenet-Newsserver. Rich arbeitet bei Akamai in der Security-Abteilung und in seiner Funktion als Akamai (Großkunde von OpenSSL) hat er dann bei denen genug Druck gemacht, um eine Abstimmung auszulösen. Die ging dann aber mit 4:3 Stimmen gegen die Kulturrevolution aus, woraufhin Rich Salz öffentlich ein Rumpelstilzchen pullte und was von "on the wrong side of history" brüllte, seinen Weggang von OpenSSL verkündete und sich vor Zorn in der Luft zerriss.
Und jetzt? Jetzt kommen die Einschläge näher. Jetzt geht es um White Hat und Black Hat. Das hat natürlich mit Rassismus nichts zu tun, denn das ist eine Anspielung auf die alten Schwarzweiß-Western. Da musste man dem Zuschauer einen Weg geben, den Bösewicht und den Helden auseinanderzuhalten. Der Weg war, dass man dem Guten einen hellen Hut gab, dem anderen einen dunklen. Mehr als hell-dunkel ging eh nicht bei dem Medium.
Weder White Hat noch Black Hat sind jetzt inhaltlich Fachbegriffe. Ich fand die noch nie gut. Das war schon von Anfang an Virtue Signaling. Ich bin kein böser Hacker, ich bin ein guter Hacker! Seht her, ich habe einen weißen Hut! Ein blöder Witz, der auf blöden Hollywood-Stereotypen aus den 50er Jahren basierte. Der unsicheren Software ist es auch egal, mit welcher Intention sie gehackt wird.
Mich ärgert bloß die Hybris, mit der Leute wie Rich Salz anderen Vorhaltungen machen. Und das ganz ohne vorweisbare Wirkung! Was waren denn die großen Errungenschaften der Schwarzen in den USA? Das formelle Ende der Sklaverei, Rosa Parks, Martin Luther King, Abschaffung von Jim Crow und Eintrittsverboten für Schwarze und von Schwarzen-Toiletten (gibt es im Pentagon übrigens noch, das ist älter als die Abschaffung). In jüngerer Zeit hat sich wohl die Taxi-Situation auch normalisiert. Welcher davon wurde von Sprachpolizei und Kulturrevolution befördert? KEINER!

Ich bin kein Freund der alten Terminologie, und ich bin kein Freund von OpenSSL. Aber Rich Salz hat gerade noch tiefer ins Klo gegriffen als die beiden zusammen.

"Was haben Sie eigentlich gemacht, als die Polizei George Floyd ermordet hat?"

"Ich habe ein paar wichtige Konstanten umbenannt!"

m(

Update: Wenn ihr gerade mal ne halbe Stunde Zeit habt, googelt doch mal Symbolbilder von bösen Hackern. Wenn ihr auch nur einen Schwarzen findet, dann habt ihr mehr als ich gefunden. Der Hoodie ist schwarz, die Maske ist schwarz, der Laptop ist schwarz, der Hacker ist weiß. Wenn hier also was rassistisch ist, dann in die andere Richtung. "Die Kriminellen sind alle Weiße!1!!"

#fefebot
 
Na das hat ja gerade noch gefehlt: Der Security-Chef von Android findet, Black Hat und White hat seien rassistische Begriffe und GEHÖREN AUSGEMERZT.
Wir haben ja in der IT schon seit einer Weile eine Kulturrevolution laufen, wo selbsternannte Moralinstanzen herumlaufen und anderen Leuten Vorhaltungen machen, wie sie in ihren Projekten Dinge zu benennen haben. Und wie bei der chinesischen Kulturrevolution drängt sich von außen ein bisschen der Eindruck auf, es ginge gar nicht um die Bekämpfung von Faschismus sondern um das Erbringen des Beweises, dass man selbst der beste Kommunist von allen ist.
Den traurigen Höhepunkt hat das kürzlich erreicht, als Rich Salz bei OpenSSL vorstellig wurde, damit die bei sich "Master Key" und ähnliche Terminologie exterminieren. Rich Salz ist bekannt dafür, dass er INN geschrieben hat, in den 1990er Jahren einer der wichtigsten Usenet-Newsserver. Rich arbeitet bei Akamai in der Security-Abteilung und in seiner Funktion als Akamai (Großkunde von OpenSSL) hat er dann bei denen genug Druck gemacht, um eine Abstimmung auszulösen. Die ging dann aber mit 4:3 Stimmen gegen die Kulturrevolution aus, woraufhin Rich Salz öffentlich ein Rumpelstilzchen pullte und was von "on the wrong side of history" brüllte, seinen Weggang von OpenSSL verkündete und sich vor Zorn in der Luft zerriss.
Und jetzt? Jetzt kommen die Einschläge näher. Jetzt geht es um White Hat und Black Hat. Das hat natürlich mit Rassismus nichts zu tun, denn das ist eine Anspielung auf die alten Schwarzweiß-Western. Da musste man dem Zuschauer einen Weg geben, den Bösewicht und den Helden auseinanderzuhalten. Der Weg war, dass man dem Guten einen hellen Hut gab, dem anderen einen dunklen. Mehr als hell-dunkel ging eh nicht bei dem Medium.
Weder White Hat noch Black Hat sind jetzt inhaltlich Fachbegriffe. Ich fand die noch nie gut. Das war schon von Anfang an Virtue Signaling. Ich bin kein böser Hacker, ich bin ein guter Hacker! Seht her, ich habe einen weißen Hut! Ein blöder Witz, der auf blöden Hollywood-Stereotypen aus den 50er Jahren basierte. Der unsicheren Software ist es auch egal, mit welcher Intention sie gehackt wird.
Mich ärgert bloß die Hybris, mit der Leute wie Rich Salz anderen Vorhaltungen machen. Und das ganz ohne vorweisbare Wirkung! Was waren denn die großen Errungenschaften der Schwarzen in den USA? Das formelle Ende der Sklaverei, Rosa Parks, Martin Luther King, Abschaffung von Jim Crow und Eintrittsverboten für Schwarze und von Schwarzen-Toiletten (gibt es im Pentagon übrigens noch, das ist älter als die Abschaffung). In jüngerer Zeit hat sich wohl die Taxi-Situation auch normalisiert. Welcher davon wurde von Sprachpolizei und Kulturrevolution befördert? KEINER!

Ich bin kein Freund der alten Terminologie, und ich bin kein Freund von OpenSSL. Aber Rich Salz hat gerade noch tiefer ins Klo gegriffen als die beiden zusammen.

"Was haben Sie eigentlich gemacht, als die Polizei George Floyd ermordet hat?"

"Ich habe ein paar wichtige Konstanten umbenannt!"

m(

Update: Wenn ihr gerade mal ne halbe Stunde Zeit habt, googelt doch mal Symbolbilder von bösen Hackern. Wenn ihr auch nur einen Schwarzen findet, dann habt ihr mehr als ich gefunden. Der Hoodie ist schwarz, die Maske ist schwarz, der Laptop ist schwarz, der Hacker ist weiß. Wenn hier also was rassistisch ist, dann in die andere Richtung. "Die Kriminellen sind alle Weiße!1!!"

#fefebot
 
Na das hat ja gerade noch gefehlt: Der Security-Chef von Android findet, Black Hat und White hat seien rassistische Begriffe und GEHÖREN AUSGEMERZT.
Wir haben ja in der IT schon seit einer Weile eine Kulturrevolution laufen, wo selbsternannte Moralinstanzen herumlaufen und anderen Leuten Vorhaltungen machen, wie sie in ihren Projekten Dinge zu benennen haben. Und wie bei der chinesischen Kulturrevolution drängt sich von außen ein bisschen der Eindruck auf, es ginge gar nicht um die Bekämpfung von Faschismus sondern um das Erbringen des Beweises, dass man selbst der beste Kommunist von allen ist.
Den traurigen Höhepunkt hat das kürzlich erreicht, als Rich Salz bei OpenSSL vorstellig wurde, damit die bei sich "Master Key" und ähnliche Terminologie exterminieren. Rich Salz ist bekannt dafür, dass er INN geschrieben hat, in den 1990er Jahren einer der wichtigsten Usenet-Newsserver. Rich arbeitet bei Akamai in der Security-Abteilung und in seiner Funktion als Akamai (Großkunde von OpenSSL) hat er dann bei denen genug Druck gemacht, um eine Abstimmung auszulösen. Die ging dann aber mit 4:3 Stimmen gegen die Kulturrevolution aus, woraufhin Rich Salz öffentlich ein Rumpelstilzchen pullte und was von "on the wrong side of history" brüllte, seinen Weggang von OpenSSL verkündete und sich vor Zorn in der Luft zerriss.
Und jetzt? Jetzt kommen die Einschläge näher. Jetzt geht es um White Hat und Black Hat. Das hat natürlich mit Rassismus nichts zu tun, denn das ist eine Anspielung auf die alten Schwarzweiß-Western. Da musste man dem Zuschauer einen Weg geben, den Bösewicht und den Helden auseinanderzuhalten. Der Weg war, dass man dem Guten einen hellen Hut gab, dem anderen einen dunklen. Mehr als hell-dunkel ging eh nicht bei dem Medium.
Weder White Hat noch Black Hat sind jetzt inhaltlich Fachbegriffe. Ich fand die noch nie gut. Das war schon von Anfang an Virtue Signaling. Ich bin kein böser Hacker, ich bin ein guter Hacker! Seht her, ich habe einen weißen Hut! Ein blöder Witz, der auf blöden Hollywood-Stereotypen aus den 50er Jahren basierte. Der unsicheren Software ist es auch egal, mit welcher Intention sie gehackt wird.
Mich ärgert bloß die Hybris, mit der Leute wie Rich Salz anderen Vorhaltungen machen. Und das ganz ohne vorweisbare Wirkung! Was waren denn die großen Errungenschaften der Schwarzen in den USA? Das formelle Ende der Sklaverei, Rosa Parks, Martin Luther King, Abschaffung von Jim Crow und Eintrittsverboten für Schwarze und von Schwarzen-Toiletten (gibt es im Pentagon übrigens noch, das ist älter als die Abschaffung). In jüngerer Zeit hat sich wohl die Taxi-Situation auch normalisiert. Welcher davon wurde von Sprachpolizei und Kulturrevolution befördert? KEINER!

Ich bin kein Freund der alten Terminologie, und ich bin kein Freund von OpenSSL. Aber Rich Salz hat gerade noch tiefer ins Klo gegriffen als die beiden zusammen.

"Was haben Sie eigentlich gemacht, als die Polizei George Floyd ermordet hat?"

"Ich habe ein paar wichtige Konstanten umbenannt!"

m(

Update: Wenn ihr gerade mal ne halbe Stunde Zeit habt, googelt doch mal Symbolbilder von bösen Hackern. Wenn ihr auch nur einen Schwarzen findet, dann habt ihr mehr als ich gefunden. Der Hoodie ist schwarz, die Maske ist schwarz, der Laptop ist schwarz, der Hacker ist weiß. Wenn hier also was rassistisch ist, dann in die andere Richtung. "Die Kriminellen sind alle Weiße!1!!"

#fefebot
 
Wo ein Trog ist, … da ruft dann schon mal die Polizei alle Leute auf der Corona-Kontakt-Liste eines Restaurants durch.

Die Amis verbieten in solchen Fällen wenigstens die Verwendung illegal erlangter Beweise vor Gericht. Die Bananenrepublik Deutschland hat nicht mal das.

#fefebot #twitter
 
Wo ein Trog ist, … da ruft dann schon mal die Polizei alle Leute auf der Corona-Kontakt-Liste eines Restaurants durch.

Die Amis verbieten in solchen Fällen wenigstens die Verwendung illegal erlangter Beweise vor Gericht. Die Bananenrepublik Deutschland hat nicht mal das.

#fefebot #twitter
 
Wo ein Trog ist, … da ruft dann schon mal die Polizei alle Leute auf der Corona-Kontakt-Liste eines Restaurants durch.

Die Amis verbieten in solchen Fällen wenigstens die Verwendung illegal erlangter Beweise vor Gericht. Die Bananenrepublik Deutschland hat nicht mal das.

#fefebot #twitter
 
Der neue Chef des sächsischen Verfassungs"schutz"es löscht erstmal die Daten über den Rechtsextremismus.
Bei dem Material ging es darum, wie weit sich AfD-Funktionäre bereits von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entfernt haben.
Genau wie man das in Sachsen erwarten würde also. Bei uns werden nur Drachen, Basilisken und der Linksextermismus bekämpft. Tatsächliche Feinde der Demokratie zu bekämpfen ist viel zu anstrengend.

Oh und wo wir gerade bei Rechtsextremismus waren: Bei der KSK werden Sprengstoff und Munition vermisst.
Der Bundeswehr-Generalinspekteur warnt, dass diese bei Attentaten eingesetzt werden könnten.
Ach watt, das haben sich bestimmt bloß ein paar sächsische Waffennarren ausgeliehen. Die brauchen das für die Bekämpfung des Linksextremismus!

#fefebot #verfassungsschutz #afd
 
Der neue Chef des sächsischen Verfassungs"schutz"es löscht erstmal die Daten über den Rechtsextremismus.
Bei dem Material ging es darum, wie weit sich AfD-Funktionäre bereits von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entfernt haben.
Genau wie man das in Sachsen erwarten würde also. Bei uns werden nur Drachen, Basilisken und der Linksextermismus bekämpft. Tatsächliche Feinde der Demokratie zu bekämpfen ist viel zu anstrengend.

Oh und wo wir gerade bei Rechtsextremismus waren: Bei der KSK werden Sprengstoff und Munition vermisst.
Der Bundeswehr-Generalinspekteur warnt, dass diese bei Attentaten eingesetzt werden könnten.
Ach watt, das haben sich bestimmt bloß ein paar sächsische Waffennarren ausgeliehen. Die brauchen das für die Bekämpfung des Linksextremismus!

#fefebot #verfassungsschutz #afd
 
Der Schweizer Geheimdienstsumpf will unbedingt Threema abschnorcheln. Damit sind sie bisher gescheitert, zuletzt hat Threema vor dem Schweizer Bundesverwaltungsgericht gewonnen.
Leider zieht das EJPD (Eidgenössische Justiz- und Polizei-Departement) jetzt vor das Bundesgericht.
Ich drücke Threema ganz doll die Daumen. Das ist der einzige der großen Messenger, der nicht darauf besteht, dass man den Account mit der Telefonnummer assoziiert, und der auch nicht die Komplexität von Krypto hinter Bullshit-Automatismen versteckt (wie z.B. Signals "die Sicherheitsnummer hat sich geändert").

Von der Krypto her ist Signal noch ein bisschen cooler, aber Threema hat mehr dafür getan, das Vertrauen seiner Nutzer wirklich zu gewinnen, und nicht bloß Sicherheit zu behaupten. Ich habe in meinem Leben für eine einzige Smartphone-App Geld ausgegeben. Es war Threema.

Ich bin ja ehrlich gesagt sehr irritiert, dass die Schweizer Regierung das so kurz nach der Aufarbeitung des Crypto-AG-Skandals in der Presse wagt. Die letzten paar verbleibenden rauchenden Ruinen von Glaubwürdigkeit bezüglich Kryptografie in der Schweiz sind Threema. Die jetzt auch noch plattzumachen wäre ein irreparabler Rufschaden für die Schweiz.

#fefebot
 
Der Schweizer Geheimdienstsumpf will unbedingt Threema abschnorcheln. Damit sind sie bisher gescheitert, zuletzt hat Threema vor dem Schweizer Bundesverwaltungsgericht gewonnen.
Leider zieht das EJPD (Eidgenössische Justiz- und Polizei-Departement) jetzt vor das Bundesgericht.
Ich drücke Threema ganz doll die Daumen. Das ist der einzige der großen Messenger, der nicht darauf besteht, dass man den Account mit der Telefonnummer assoziiert, und der auch nicht die Komplexität von Krypto hinter Bullshit-Automatismen versteckt (wie z.B. Signals "die Sicherheitsnummer hat sich geändert").

Von der Krypto her ist Signal noch ein bisschen cooler, aber Threema hat mehr dafür getan, das Vertrauen seiner Nutzer wirklich zu gewinnen, und nicht bloß Sicherheit zu behaupten. Ich habe in meinem Leben für eine einzige Smartphone-App Geld ausgegeben. Es war Threema.

Ich bin ja ehrlich gesagt sehr irritiert, dass die Schweizer Regierung das so kurz nach der Aufarbeitung des Crypto-AG-Skandals in der Presse wagt. Die letzten paar verbleibenden rauchenden Ruinen von Glaubwürdigkeit bezüglich Kryptografie in der Schweiz sind Threema. Die jetzt auch noch plattzumachen wäre ein irreparabler Rufschaden für die Schweiz.

#fefebot
 
Der Schweizer Geheimdienstsumpf will unbedingt Threema abschnorcheln. Damit sind sie bisher gescheitert, zuletzt hat Threema vor dem Schweizer Bundesverwaltungsgericht gewonnen.
Leider zieht das EJPD (Eidgenössische Justiz- und Polizei-Departement) jetzt vor das Bundesgericht.
Ich drücke Threema ganz doll die Daumen. Das ist der einzige der großen Messenger, der nicht darauf besteht, dass man den Account mit der Telefonnummer assoziiert, und der auch nicht die Komplexität von Krypto hinter Bullshit-Automatismen versteckt (wie z.B. Signals "die Sicherheitsnummer hat sich geändert").

Von der Krypto her ist Signal noch ein bisschen cooler, aber Threema hat mehr dafür getan, das Vertrauen seiner Nutzer wirklich zu gewinnen, und nicht bloß Sicherheit zu behaupten. Ich habe in meinem Leben für eine einzige Smartphone-App Geld ausgegeben. Es war Threema.

Ich bin ja ehrlich gesagt sehr irritiert, dass die Schweizer Regierung das so kurz nach der Aufarbeitung des Crypto-AG-Skandals in der Presse wagt. Die letzten paar verbleibenden rauchenden Ruinen von Glaubwürdigkeit bezüglich Kryptografie in der Schweiz sind Threema. Die jetzt auch noch plattzumachen wäre ein irreparabler Rufschaden für die Schweiz.

#fefebot
 
Schlechte Laune? Dann hab ich was für euch!

Wie? Nein, kein Schlangenöl! Wobei ... nee doch, ist eigentlich doch Schlangenöl. Jemand hat bei Balancer die Kohle rausgetragen. Das ist alles "Crypto"-Jargon, der mit dem einen Ziel geschaffen wurde, eine Nebelwand zu errichten, um zu verschleiern, was hier wirklich passiert ist. Ich versuche mal eine Erklärung.

Es geht hier um Smart Contracts, d.h. Codestücke in der Blockchain, die "automatisch ausgeführt werden", vom System sozusagen. Die doppelte Steigerung von "keiner ist Schuld". Erstens: Software. Zweitens: "Das System" führt sie aus. Da kann nun wirklich niemand was für.

Was war geschehen? Jemand hat die Dokumentation gelesen.

Nein, wirklich. Das ist alles. Ich zitiere mal:
Decentralized finance (DeFi) liquidity provider Balancer Pool admitted early Monday morning that it had fallen victim to a sophisticated hack that exploited a loophole, tricking the protocol into releasing $500,000-worth of tokens.
Hier muss man mal mit der heißen Machete durch den Bullshit-Jargon durchschneiden, damit man versteht, was passiert ist. "DeFi" ist z.B. ein Nebelwand-Bullshit-Codewort für Crypto-Bullshitwährungen. Das De steht für Decentralized, das stimmt ja sogar, und das Fi ist halt Marketing-Wunschtraum. Wir sind ein Finance Player!!1!

Zurück zum Inhalt. Es gab keinen Hack. Es war auch kein Mensch, der hier Entscheidungen gefällt hat, sondern ein "protocol". Gemeint ist: Code. Sie haben Code geschrieben, der Geld verschenkt. Das ist die Bedeutung des Begriffes "liquidity provider". Liquidität ist in einem Markt, wenn Geld für Transaktionen verfügbar ist. Die Idee ist, dass es Angebot und Nachfrage gibt. Wenn es mehr Angebot als Nachfrage gibt, geht der Preis runter. Wenn es mehr Nachfrage als Angebot gibt, geht der Preis hoch. Solange der Markt liquide ist, gibt es aber immer jemanden, der die Waren abnimmt, oder der Waren verkauft. Nur halt möglicherweise zu einem sehr ungünstigen Preis.

Liquidität am Markt zu haben ist schon bei großen Aktenbörsen teilweise ein Problem, und es gibt dafür Mechanismen (die sogenannten Market Maker). Bei diesen ganzen unseriösen Bullshit-Crypto-Abzockgeschichten gibt es sowas aber natürlich nicht, es gibt ja auch keine Regulierung, das ist alles Wilder Westen. Damit man zumindest eine Bullshit-Geschichte zum Erzählen an Opf... äh zukünftige Kunden hat, wurde dieser Mechanismus geschaffen.

Der verschenkt natürlich nicht einfach an beliebige Passanten Geld, sondern nach Regeln.

Jemand hat jetzt die Dokumentation gelesen, was für Regeln das sind, und die dann künstlich herbeigeführt. Und zwar, wie sich das bei Zockern gehört, auf Pump. Damit der Hebel größer wird.
the attacker had borrowed $23 million-worth of WETH tokens, an ether-backed token suitable for DeFi trading, in a flash loan from dYdX. They then traded, against themselves, with Statera (STA), an investment token that uses a transfer fee model, and burns 1% of its value every time it’s traded.
Was fällt als erstes auf? Kein Hack. Es gab keinen Hack. Jemand hat valide Transaktionen am Markt durchgeführt. Mit eigenem Einsatz. Gut, geliehen, aber er haftet ja für geliehenes Geld.
The attacker went between WETH and STA 24 times, draining the STA liquidity pool until the balance was next to nothing. Because Balancer thought it had the same amount of STA, it released WETH that equated to the original balance, giving the attacker a larger margin for every trade they completed.
Der Code, der das Geld ausschüttet, hat gemäß seinen Regeln Geld ausgeschüttet.
“The person behind this attack was very sophisticated smart contract engineer with extensive knowledge and understanding of the leading DeFi protocols,” 1inch said in its blog post on the breach.
OH NEIN! CHEF WIR HABEN EIN PROBLEM! DER ANGREIFER KANN LESEN!!1!

Ja gut, damit konnte niemand rechnen. Wo kommen wir da hin, wenn Angreifer sich vorher die Dokumentation durchlesen?
the team behind Statera batted away accusations that the protocol had either failed or been designed intentionally for this sort of attack to take place.
Was für ein Angriff? Jemand hat das System regelkonform benutzt, und zwar genau dafür, wofür es gedacht war.

Ergebnis:
The project added that it was not in a position to be able to refund the attacker’s victims.
Ach Gottchen. Lange habe ich nicht mehr so viel Elend gesehen! Mein Mitleid kennt keine Grenzen!

Dies ist glaube ich die richtige Gelegenheit, nochmal den "Smart Contracts"-Teil meines Hypetech-Vortrags zu verlinken. Es ist mir aber an der Stelle wichtig, dass das kein Hackerangriff war. Der Angreifer hat den Code genau dafür angewendet, wofür er gedacht war. Nur haben die Deppen, die den Code geschrieben haben, sich halt vorher nicht ordentlich Gedanken gemacht. Das macht es nicht zu einem Hackerangriff. Eher zu einem Fall von "hättet ihr mal jemanden gefragt, der sich mit sowas auskennt".

Was ich ja immer wieder faszinierend finde: Dass jemand Startups in dem Umfeld noch Geld gibt.

#fefebot #damitkonnteniemandrechnen
 
Schlechte Laune? Dann hab ich was für euch!

Wie? Nein, kein Schlangenöl! Wobei ... nee doch, ist eigentlich doch Schlangenöl. Jemand hat bei Balancer die Kohle rausgetragen. Das ist alles "Crypto"-Jargon, der mit dem einen Ziel geschaffen wurde, eine Nebelwand zu errichten, um zu verschleiern, was hier wirklich passiert ist. Ich versuche mal eine Erklärung.

Es geht hier um Smart Contracts, d.h. Codestücke in der Blockchain, die "automatisch ausgeführt werden", vom System sozusagen. Die doppelte Steigerung von "keiner ist Schuld". Erstens: Software. Zweitens: "Das System" führt sie aus. Da kann nun wirklich niemand was für.

Was war geschehen? Jemand hat die Dokumentation gelesen.

Nein, wirklich. Das ist alles. Ich zitiere mal:
Decentralized finance (DeFi) liquidity provider Balancer Pool admitted early Monday morning that it had fallen victim to a sophisticated hack that exploited a loophole, tricking the protocol into releasing $500,000-worth of tokens.
Hier muss man mal mit der heißen Machete durch den Bullshit-Jargon durchschneiden, damit man versteht, was passiert ist. "DeFi" ist z.B. ein Nebelwand-Bullshit-Codewort für Crypto-Bullshitwährungen. Das De steht für Decentralized, das stimmt ja sogar, und das Fi ist halt Marketing-Wunschtraum. Wir sind ein Finance Player!!1!

Zurück zum Inhalt. Es gab keinen Hack. Es war auch kein Mensch, der hier Entscheidungen gefällt hat, sondern ein "protocol". Gemeint ist: Code. Sie haben Code geschrieben, der Geld verschenkt. Das ist die Bedeutung des Begriffes "liquidity provider". Liquidität ist in einem Markt, wenn Geld für Transaktionen verfügbar ist. Die Idee ist, dass es Angebot und Nachfrage gibt. Wenn es mehr Angebot als Nachfrage gibt, geht der Preis runter. Wenn es mehr Nachfrage als Angebot gibt, geht der Preis hoch. Solange der Markt liquide ist, gibt es aber immer jemanden, der die Waren abnimmt, oder der Waren verkauft. Nur halt möglicherweise zu einem sehr ungünstigen Preis.

Liquidität am Markt zu haben ist schon bei großen Aktenbörsen teilweise ein Problem, und es gibt dafür Mechanismen (die sogenannten Market Maker). Bei diesen ganzen unseriösen Bullshit-Crypto-Abzockgeschichten gibt es sowas aber natürlich nicht, es gibt ja auch keine Regulierung, das ist alles Wilder Westen. Damit man zumindest eine Bullshit-Geschichte zum Erzählen an Opf... äh zukünftige Kunden hat, wurde dieser Mechanismus geschaffen.

Der verschenkt natürlich nicht einfach an beliebige Passanten Geld, sondern nach Regeln.

Jemand hat jetzt die Dokumentation gelesen, was für Regeln das sind, und die dann künstlich herbeigeführt. Und zwar, wie sich das bei Zockern gehört, auf Pump. Damit der Hebel größer wird.
the attacker had borrowed $23 million-worth of WETH tokens, an ether-backed token suitable for DeFi trading, in a flash loan from dYdX. They then traded, against themselves, with Statera (STA), an investment token that uses a transfer fee model, and burns 1% of its value every time it’s traded.
Was fällt als erstes auf? Kein Hack. Es gab keinen Hack. Jemand hat valide Transaktionen am Markt durchgeführt. Mit eigenem Einsatz. Gut, geliehen, aber er haftet ja für geliehenes Geld.
The attacker went between WETH and STA 24 times, draining the STA liquidity pool until the balance was next to nothing. Because Balancer thought it had the same amount of STA, it released WETH that equated to the original balance, giving the attacker a larger margin for every trade they completed.
Der Code, der das Geld ausschüttet, hat gemäß seinen Regeln Geld ausgeschüttet.
“The person behind this attack was very sophisticated smart contract engineer with extensive knowledge and understanding of the leading DeFi protocols,” 1inch said in its blog post on the breach.
OH NEIN! CHEF WIR HABEN EIN PROBLEM! DER ANGREIFER KANN LESEN!!1!

Ja gut, damit konnte niemand rechnen. Wo kommen wir da hin, wenn Angreifer sich vorher die Dokumentation durchlesen?
the team behind Statera batted away accusations that the protocol had either failed or been designed intentionally for this sort of attack to take place.
Was für ein Angriff? Jemand hat das System regelkonform benutzt, und zwar genau dafür, wofür es gedacht war.

Ergebnis:
The project added that it was not in a position to be able to refund the attacker’s victims.
Ach Gottchen. Lange habe ich nicht mehr so viel Elend gesehen! Mein Mitleid kennt keine Grenzen!

Dies ist glaube ich die richtige Gelegenheit, nochmal den "Smart Contracts"-Teil meines Hypetech-Vortrags zu verlinken. Es ist mir aber an der Stelle wichtig, dass das kein Hackerangriff war. Der Angreifer hat den Code genau dafür angewendet, wofür er gedacht war. Nur haben die Deppen, die den Code geschrieben haben, sich halt vorher nicht ordentlich Gedanken gemacht. Das macht es nicht zu einem Hackerangriff. Eher zu einem Fall von "hättet ihr mal jemanden gefragt, der sich mit sowas auskennt".

Was ich ja immer wieder faszinierend finde: Dass jemand Startups in dem Umfeld noch Geld gibt.

#fefebot #damitkonnteniemandrechnen
 
Es gibt jetzt einen europäischen Standard EN45554 zur Messung der Reparierbarkeit. Ein wichtiger Schritt hin zu reparierbaren Geräten statt Elektroschrott und Wegwerfgesellschaft.

#fefebot
 
Die New York Times hat Slate Star Codex vernichtet. Das war eines der inhaltlich qualitativ hochwertigsten Blogs der Welt, denn praktisch jeder Eintrag dort versprach mindestens einen Erkenntnisgewinn, häufig eher so ein Dutzend. Ich habe den hier auch schon mehrfach verlinkt.

Die New York Times hat jetzt einen Bericht über den gemacht und besteht darauf, seinen Realnamen zu veröffentlichen. Nicht weil es da einen Grund für gibt, sondern weil sie es können.

Ich hoffe mal, dass sich jetzt der gerechte Zorn der Intelligentsia Amerikas über der New York Times ergießt. Was für ein Arschloch-Move.

#fefebot
 
Die New York Times hat Slate Star Codex vernichtet. Das war eines der inhaltlich qualitativ hochwertigsten Blogs der Welt, denn praktisch jeder Eintrag dort versprach mindestens einen Erkenntnisgewinn, häufig eher so ein Dutzend. Ich habe den hier auch schon mehrfach verlinkt.

Die New York Times hat jetzt einen Bericht über den gemacht und besteht darauf, seinen Realnamen zu veröffentlichen. Nicht weil es da einen Grund für gibt, sondern weil sie es können.

Ich hoffe mal, dass sich jetzt der gerechte Zorn der Intelligentsia Amerikas über der New York Times ergießt. Was für ein Arschloch-Move.

#fefebot
 
Also eines muss man dem Wahlkampf in den USA ja lassen. Unterhaltsam ist er. So aus der Ferne jedenfalls.

#fefebot #twitter
 
Also eines muss man dem Wahlkampf in den USA ja lassen. Unterhaltsam ist er. So aus der Ferne jedenfalls.

#fefebot #twitter
 
Und wieder ein krasses Fehlurteil: Abgeordnetenwatch hat vor dem Bundesverwaltungsgericht verloren. Sie wollten, dass der Bundestag offenlegen muss, wie er fragwürdigen Parteispenden nachgeht. Das absolute Mindesmaß an Transparenz! Und nicht mal das wollen sie. Ist ja auch klar. Die Leute, die das beschließen müssten, sind die Vorteilsnehmer der Parteispenden.

Wartet, die Punchline kommt noch:
Oberster Prüfer der Parteifinanzen ist der Bundestagspräsident (aktuell übrigens Wolfgang Schäuble, der selbst in einem Parteispendenskandal verwickelt war).
Was heißt hier "war"? Der Skandal ist nie ordentlich aufgeklärt worden!

Ja, meine Damen und Herren. So sieht sie aus. Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann!

#fefebot #twitter
 
Und wieder ein krasses Fehlurteil: Abgeordnetenwatch hat vor dem Bundesverwaltungsgericht verloren. Sie wollten, dass der Bundestag offenlegen muss, wie er fragwürdigen Parteispenden nachgeht. Das absolute Mindesmaß an Transparenz! Und nicht mal das wollen sie. Ist ja auch klar. Die Leute, die das beschließen müssten, sind die Vorteilsnehmer der Parteispenden.

Wartet, die Punchline kommt noch:
Oberster Prüfer der Parteifinanzen ist der Bundestagspräsident (aktuell übrigens Wolfgang Schäuble, der selbst in einem Parteispendenskandal verwickelt war).
Was heißt hier "war"? Der Skandal ist nie ordentlich aufgeklärt worden!

Ja, meine Damen und Herren. So sieht sie aus. Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann!

#fefebot #twitter
 
Und wieder ein krasses Fehlurteil: Abgeordnetenwatch hat vor dem Bundesverwaltungsgericht verloren. Sie wollten, dass der Bundestag offenlegen muss, wie er fragwürdigen Parteispenden nachgeht. Das absolute Mindesmaß an Transparenz! Und nicht mal das wollen sie. Ist ja auch klar. Die Leute, die das beschließen müssten, sind die Vorteilsnehmer der Parteispenden.

Wartet, die Punchline kommt noch:
Oberster Prüfer der Parteifinanzen ist der Bundestagspräsident (aktuell übrigens Wolfgang Schäuble, der selbst in einem Parteispendenskandal verwickelt war).
Was heißt hier "war"? Der Skandal ist nie ordentlich aufgeklärt worden!

Ja, meine Damen und Herren. So sieht sie aus. Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann!

#fefebot #twitter
 
Schlagzeile der Woche:
Corona-Ausbruch bei Tönnies: Kreis Gütersloh schließt alle Schulen und Kitas
Haha, denkt ihr euch jetzt vielleicht, das hat ein Scherzkeks in der Redaktion aus humoristischen Gründen so formuliert. Als erstes werden sie ja wohl Tönnies (ein Fleischverarbeiter) geschlossen haben!

Nein, haben sie nicht.
Nach Angaben des Kreises waren zuvor 400 Tönnies-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Wenn man dem hinterherklickt, findet man heraus, dass das 400 von 500 Testergebnissen waren. Auf 500 weitere Tests warten sie noch.

Ja, äh, und jetzt? Darf der Laden einfach so weiterwurschteln?! Haha, nein, nein, da wird jetzt mit harter Hand durchgegriffen. Brutalstmöglich wird da jetzt aufgeklärt.

Der Betrieb hat zugesichert, ab jetzt die Abstände bei der Arbeit zu vergrößern. Öh und sie wollen technische Maßnahmen ergreifen, wie z.B. Belüftung mit Frischluft.

Ich weiß ja nicht, wie ihr an solche Meldungen herangeht, aber ich stelle mir da erstmal vor, wie das bisher ausgesehen haben muss dort.

Oh ach ja, und sie wollen mit UV-Licht bestrahlen. Wie die Chlorhühnchen aus den USA!1!!

#fefebot
 
Schlagzeile der Woche:
Corona-Ausbruch bei Tönnies: Kreis Gütersloh schließt alle Schulen und Kitas
Haha, denkt ihr euch jetzt vielleicht, das hat ein Scherzkeks in der Redaktion aus humoristischen Gründen so formuliert. Als erstes werden sie ja wohl Tönnies (ein Fleischverarbeiter) geschlossen haben!

Nein, haben sie nicht.
Nach Angaben des Kreises waren zuvor 400 Tönnies-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Wenn man dem hinterherklickt, findet man heraus, dass das 400 von 500 Testergebnissen waren. Auf 500 weitere Tests warten sie noch.

Ja, äh, und jetzt? Darf der Laden einfach so weiterwurschteln?! Haha, nein, nein, da wird jetzt mit harter Hand durchgegriffen. Brutalstmöglich wird da jetzt aufgeklärt.

Der Betrieb hat zugesichert, ab jetzt die Abstände bei der Arbeit zu vergrößern. Öh und sie wollen technische Maßnahmen ergreifen, wie z.B. Belüftung mit Frischluft.

Ich weiß ja nicht, wie ihr an solche Meldungen herangeht, aber ich stelle mir da erstmal vor, wie das bisher ausgesehen haben muss dort.

Oh ach ja, und sie wollen mit UV-Licht bestrahlen. Wie die Chlorhühnchen aus den USA!1!!

#fefebot
 
Kurze Durchsage von Telekom-Chef Höttges:
Höttges ergänzte: "Alles ist Made in Germany. Alle Daten, alle Projekte, alle Clouds liegen hier in Deutschland. Also Deutschland kann Digitalisierung, wenn wir alle an einem Strick ziehen."
An einem Strang ziehen heißt das, Herr Höttges. Am Strick zieht der Henker.

#fefebot
 
Kurze Durchsage von Telekom-Chef Höttges:
Höttges ergänzte: "Alles ist Made in Germany. Alle Daten, alle Projekte, alle Clouds liegen hier in Deutschland. Also Deutschland kann Digitalisierung, wenn wir alle an einem Strick ziehen."
An einem Strang ziehen heißt das, Herr Höttges. Am Strick zieht der Henker.

#fefebot
 
Wenn ihr hier schon eine Weile mitlest, dann werdet ihr ja mitgekriegt haben, dass ich seit vielen Jahren den Trend beobachte und davor warne, dass "die Software" schuld ist. Wir bauen hyperkomplexe, fragile, dysfunktionale Systeme, und dann ist am Ende keiner Schuld gewesen.

Es gibt gerade ein tolles Beispiel dafür.

Und zwar war ja vor einer Weile ein unschuldiger syrischer Flüchtling namens Amad A. in Kleve (NRW) in einer Gefängniszelle qualvoll verbrannt. Jahrelang wollte es niemand gewesen zu sein. Es gab einen Untersuchungsausschuss, der nichts bewirkt hat. Und jetzt? Jetzt war es ein Softwarefehler. Na dann ist ja alles gut. Phew. Ich befürchtete schon, da habe jemand einen Fehler gemacht! Jemand, den man dafür zur Rechenschaft ziehen könnte vielleicht! Aber Softwarefehler? Tja. Da kann man nichts machen.

*im Strahl kotz*

#fefebot
 
Wenn ihr hier schon eine Weile mitlest, dann werdet ihr ja mitgekriegt haben, dass ich seit vielen Jahren den Trend beobachte und davor warne, dass "die Software" schuld ist. Wir bauen hyperkomplexe, fragile, dysfunktionale Systeme, und dann ist am Ende keiner Schuld gewesen.

Es gibt gerade ein tolles Beispiel dafür.

Und zwar war ja vor einer Weile ein unschuldiger syrischer Flüchtling namens Amad A. in Kleve (NRW) in einer Gefängniszelle qualvoll verbrannt. Jahrelang wollte es niemand gewesen zu sein. Es gab einen Untersuchungsausschuss, der nichts bewirkt hat. Und jetzt? Jetzt war es ein Softwarefehler. Na dann ist ja alles gut. Phew. Ich befürchtete schon, da habe jemand einen Fehler gemacht! Jemand, den man dafür zur Rechenschaft ziehen könnte vielleicht! Aber Softwarefehler? Tja. Da kann man nichts machen.

*im Strahl kotz*

#fefebot
 
Hier ist ein lustiges Paper für die Leute, die glauben, KI in der Wolke wird uns vor COVID-19 retten.

#fefebot #twitter
 
Wer übrigens dachte, mit der Verurteilung einer 70-Jährigen ohne PC für Filesharing sei das Ende der Fehlurteil-Fahnenstange schon erreicht, der sieht sich getäuscht. Im Berufungsverfahren vor dem Kammergericht Berlin (analog OLG in anderen Bundesländern) haben die Richter das klar Formulierung und Intention des Telemediengesetzes verletzende Fehlurteil der Vorinstanz nicht nur bestätigt sondern sogar eigenhändig mal eben den Streitwert von 10.000€ auf 16.000€ erhöht. Die Sache ist jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig.

Alleine dass man als Freifunker vor das Bundesverfassungsgericht ziehen muss, weil die Vorinstanzen alle ihren Job nicht machen, das ist eine Anklage gegen unser Rechtssystem.

Oh und falls jemand dachte, wenn man die Contentmafia derartig beschenkt, dass die dann zufrieden sind: Nope.
Denn Warner Bros. reichte am 17.12. 2019 gegen den Berliner Freifunker am Landgericht Berlin Klage ein und verlangt darin auch, ihn zu einer strafbewehrten Unterlassungserklärung von 250.000 € oder zu sechs Monaten Haft zu verurteilen.
Berlin. Nicht Palermo! Berlin!

Aus den Protesten in Hong Kong gab es dieses schöne Bild. Die Frage stellt sich auch in Bezug auf das systemische Justizversagen, das wir hier gerade beobachten können. Wen kann man anrufen, wenn die Justiz einen ungerecht behandelt?
Ich habe hier übrigens gerade die Inbox voll mit Juristen, die argumentieren, dass a) das schon gut sei, wenn Richter unabhängig sind, und b) ist die Justiz halt überlastet. Das mit der Unabhängigkeit der Richter sah ich auch lange Jahre so, aber seit ich mal beim Kammergericht Berlin als Gast ein Verfahren beobachtet habe, und seit ich Gaby Webers Kampf gegen Windmühlen beobachte, ändert sich meine Meinung. Mittlerweile radikalisiere ich mich da. Macht ohne Haftung funktioniert einfach nicht. Und mehr Geld geben gegen Korruption funktioniert auch nicht (siehe unsere Abgeordneten). Ordentliche Ausbildung und auf professionelle Selbstkontrolle hoffen hilft offensichtlich auch nicht. Vielleicht müssen wir Richter einfach aus Juristen auswählen, aber jeder darf in seiner Lebenszeit höchstens 4 Jahre Richter sein. Oder so. Ich habe auch keine gute Lösung, aber das heißt ja nicht, dass wir diese Eiterbeule von Justizversagen einfach weiter blubbern lassen können. Da muss jetzt mal was geschehen.

Und, äh, Überlastung? Srsly? "Ja, der Busfahrer hat drei Rentner überfahren, aber der war überlastet" Ja und? Das entschuldigt doch nichts!

#fefebot #contentmafia
 
Wer übrigens dachte, mit der Verurteilung einer 70-Jährigen ohne PC für Filesharing sei das Ende der Fehlurteil-Fahnenstange schon erreicht, der sieht sich getäuscht. Im Berufungsverfahren vor dem Kammergericht Berlin (analog OLG in anderen Bundesländern) haben die Richter das klar Formulierung und Intention des Telemediengesetzes verletzende Fehlurteil der Vorinstanz nicht nur bestätigt sondern sogar eigenhändig mal eben den Streitwert von 10.000€ auf 16.000€ erhöht. Die Sache ist jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig.

Alleine dass man als Freifunker vor das Bundesverfassungsgericht ziehen muss, weil die Vorinstanzen alle ihren Job nicht machen, das ist eine Anklage gegen unser Rechtssystem.

Oh und falls jemand dachte, wenn man die Contentmafia derartig beschenkt, dass die dann zufrieden sind: Nope.
Denn Warner Bros. reichte am 17.12. 2019 gegen den Berliner Freifunker am Landgericht Berlin Klage ein und verlangt darin auch, ihn zu einer strafbewehrten Unterlassungserklärung von 250.000 € oder zu sechs Monaten Haft zu verurteilen.
Berlin. Nicht Palermo! Berlin!

Aus den Protesten in Hong Kong gab es dieses schöne Bild. Die Frage stellt sich auch in Bezug auf das systemische Justizversagen, das wir hier gerade beobachten können. Wen kann man anrufen, wenn die Justiz einen ungerecht behandelt?
Ich habe hier übrigens gerade die Inbox voll mit Juristen, die argumentieren, dass a) das schon gut sei, wenn Richter unabhängig sind, und b) ist die Justiz halt überlastet. Das mit der Unabhängigkeit der Richter sah ich auch lange Jahre so, aber seit ich mal beim Kammergericht Berlin als Gast ein Verfahren beobachtet habe, und seit ich Gaby Webers Kampf gegen Windmühlen beobachte, ändert sich meine Meinung. Mittlerweile radikalisiere ich mich da. Macht ohne Haftung funktioniert einfach nicht. Und mehr Geld geben gegen Korruption funktioniert auch nicht (siehe unsere Abgeordneten). Ordentliche Ausbildung und auf professionelle Selbstkontrolle hoffen hilft offensichtlich auch nicht. Vielleicht müssen wir Richter einfach aus Juristen auswählen, aber jeder darf in seiner Lebenszeit höchstens 4 Jahre Richter sein. Oder so. Ich habe auch keine gute Lösung, aber das heißt ja nicht, dass wir diese Eiterbeule von Justizversagen einfach weiter blubbern lassen können. Da muss jetzt mal was geschehen.

Und, äh, Überlastung? Srsly? "Ja, der Busfahrer hat drei Rentner überfahren, aber der war überlastet" Ja und? Das entschuldigt doch nichts!

#fefebot #contentmafia
 
Kennt ihr den schon? 70-Jährige Frau ohne PC soll für Urheberrechtsverstoß über ihren Internetzugang haften. Den hatte ihr Sohn, ein Freifunker, als offenes WLAN eingerichtet. Die gute Frau wusste nicht mal, was Filesharing ist. Auch die Klägerin bestreitet nicht, dass sie es nicht gewesen sein kann.

Wie kann es zu einem so offensichtlich krassen Fehlurteil kommen? Nun, das liegt daran, dass in unserem Lande freidrehende Richter einfach frei nach Pippi Langstrumpf ihre eigenen Gesetze zurechtinterpretieren, und zwar inhaltlich diametral entgegengesetzt zu den tatsächlichen Gesetzen und dem erklärten Willen des Parlaments.

Das Gesetz sagt: Diensteanbieter müssen die Nutzung ihres Anschlusses nicht überwachen oder nach rechtswidriger Nutzung Ausschau halten.

Freidrehender Richter machen daraus eine Beweislastumkehr. Auf pure Behauptung hin soll jetzt plötzlich der Anschlussinhaber Täter recherchieren und ans Messer liefern, so jedenfalls die Vorstellung der Richter.

In diesem Fall war das bloß ein Amtsgericht in Köln. Da geht man halt zur nächsten Instanz, denkt ihr euch jetzt vielleicht. Aber so einfach ist das nicht, solche Klagen werden in letzter Zeit gerne mal gar nicht erst angenommen. Weil die Gerichte überlastet sind, heißt es.

Kennt zufällig jemand von euch das Korrektiv? Wie kann man solche Richter von ihren Posten entfernen? Mit "im Namen des Volkes" hat das jedenfalls nichts zu tun, wenn Rentnerinnen ohne PC für Filesharing verurteilt werden.

#fefebot
 
Kennt ihr den schon? 70-Jährige Frau ohne PC soll für Urheberrechtsverstoß über ihren Internetzugang haften. Den hatte ihr Sohn, ein Freifunker, als offenes WLAN eingerichtet. Die gute Frau wusste nicht mal, was Filesharing ist. Auch die Klägerin bestreitet nicht, dass sie es nicht gewesen sein kann.

Wie kann es zu einem so offensichtlich krassen Fehlurteil kommen? Nun, das liegt daran, dass in unserem Lande freidrehende Richter einfach frei nach Pippi Langstrumpf ihre eigenen Gesetze zurechtinterpretieren, und zwar inhaltlich diametral entgegengesetzt zu den tatsächlichen Gesetzen und dem erklärten Willen des Parlaments.

Das Gesetz sagt: Diensteanbieter müssen die Nutzung ihres Anschlusses nicht überwachen oder nach rechtswidriger Nutzung Ausschau halten.

Freidrehender Richter machen daraus eine Beweislastumkehr. Auf pure Behauptung hin soll jetzt plötzlich der Anschlussinhaber Täter recherchieren und ans Messer liefern, so jedenfalls die Vorstellung der Richter.

In diesem Fall war das bloß ein Amtsgericht in Köln. Da geht man halt zur nächsten Instanz, denkt ihr euch jetzt vielleicht. Aber so einfach ist das nicht, solche Klagen werden in letzter Zeit gerne mal gar nicht erst angenommen. Weil die Gerichte überlastet sind, heißt es.

Kennt zufällig jemand von euch das Korrektiv? Wie kann man solche Richter von ihren Posten entfernen? Mit "im Namen des Volkes" hat das jedenfalls nichts zu tun, wenn Rentnerinnen ohne PC für Filesharing verurteilt werden.

#fefebot
 
Lacher des Tages:
Why are people scared of the riots and looting?

The flu kills way more people every year.
Die Kommentare lohnen sich auch. Da weist z.B. jemand darauf hin, dass lediglich unter 1% der Geschäfte geplündert werden. Mehr Leute sterben an Autounfällen und Herzinfarkten! Im Übrigen können die Läden mit schwachen Alarmanlagen ja einfach geschlossen bleiben und Kontakt vermeiden. Die Läden, die da gerade geplündert werden, hatten wahrscheinlich eh auch andere Probleme.

#fefebot #twitter
 
Lacher des Tages:
Why are people scared of the riots and looting?

The flu kills way more people every year.
Die Kommentare lohnen sich auch. Da weist z.B. jemand darauf hin, dass lediglich unter 1% der Geschäfte geplündert werden. Mehr Leute sterben an Autounfällen und Herzinfarkten! Im Übrigen können die Läden mit schwachen Alarmanlagen ja einfach geschlossen bleiben und Kontakt vermeiden. Die Läden, die da gerade geplündert werden, hatten wahrscheinlich eh auch andere Probleme.

#fefebot #twitter
 
#Fefebot down, also...

http://blog.fefe.de/?ts=a02a3616
So langsam fühlt sich das recht entzeitlich an, was man so aus den USA hört. Die Demonstrationen sind bis zum Weißen Haus vorgedrungen. Dort reagierte man, indem man Trump in den Bunker verbrachte und die Außenbeleuchtung abdrehte.
Alle, singt los:
Ich hock in meinem Bonker mitten in DC, 
Ich hab' Bleichmittelkapseln und genug Benzin, 
Repräsentantenhaus ist futsch, die Gerichte, das Heer, 
Die Präsidentschaft macht keinen Spaß mehr. 

Amtsenthebungsklaach, nö da halt ich nix davon, 
Ich habe hier bei mir drei Kisten Chloroquin. 
Amtsenthebungsklaach? Nö nö, mir bleibt doch Twitter 
Und 'ne Flasche Diet Coke
 
#Fefebot down, also...

http://blog.fefe.de/?ts=a02a3616
So langsam fühlt sich das recht entzeitlich an, was man so aus den USA hört. Die Demonstrationen sind bis zum Weißen Haus vorgedrungen. Dort reagierte man, indem man Trump in den Bunker verbrachte und die Außenbeleuchtung abdrehte.
Alle, singt los:
Ich hock in meinem Bonker mitten in DC, 
Ich hab' Bleichmittelkapseln und genug Benzin, 
Repräsentantenhaus ist futsch, die Gerichte, das Heer, 
Die Präsidentschaft macht keinen Spaß mehr. 

Amtsenthebungsklaach, nö da halt ich nix davon, 
Ich habe hier bei mir drei Kisten Chloroquin. 
Amtsenthebungsklaach? Nö nö, mir bleibt doch Twitter 
Und 'ne Flasche Diet Coke
 
Kurze Durchsage der Energieministerin von Alberta, Kanada:
"Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people," Savage said in the podcast
Was für ein Podcast war das, fragt ihr? Nun, ...
Sonya Savage made the comment on the May 20 episode of a Canadian Association of Oilwell Drilling Contractors podcast.
Und deshalb machen sich die Leute Sorgen, wenn der Staat Notfall-Sonderregelungen verhängt, auch wenn sie das Coronavirus nicht für einen Hoax halten.

#fefebot #sony
 
Kurze Durchsage der Energieministerin von Alberta, Kanada:
"Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people," Savage said in the podcast
Was für ein Podcast war das, fragt ihr? Nun, ...
Sonya Savage made the comment on the May 20 episode of a Canadian Association of Oilwell Drilling Contractors podcast.
Und deshalb machen sich die Leute Sorgen, wenn der Staat Notfall-Sonderregelungen verhängt, auch wenn sie das Coronavirus nicht für einen Hoax halten.

#fefebot #sony
 
Gaby Weber hatte heute ihren Prozess wegen der Befreiung der Kohl-Akten vor dem Berliner Verwaltungsgericht.

Es lief im Wesentlichen so ab:

Richterin: Kanzleramt, habt ihr jemals Akten von irgendwem zurückgefordert?

Kanzeramt: Nö.

Richterin: Na dann ist hier ja auch kein Gleichheitsgrundsatz verletzt! *Aktezuklapp*

Ich bin einigermaßen schockiert. Was für eine Bananenrepublik ist denn das hier bitte?!

Gaby Weber ist auch entsetzt:
Damit ist nun klar, dass es im Ermessen des Kanzleramtes – und jeder anderen Behörde steht – was es an das Bundesarchiv abgeben will und was nicht. Der Anspruch des Bundesarchives – dass ihm die Akten nach Erfüllung ihres Zwecks übergeben werden müssen - wurde ausdrücklich verneint.

Wir sind also alle entrechtet. Wir haben kein Recht darauf, diese Akten – alle älter als 30 Jahre – einzusehen, und uns allen wird der Rechtsweg genommen, um z.b. die Offenlegung noch geheimer Akten zu beantragen oder den Fachsenat des Bundesverwaltungsgerichts um ein In-Camara-Verfahren zu bitten. Kein Rechtsweg, kein Rechtsstaat.

Ich hatte mich an das Gericht gewandt, um einen illegalen Zustand – die Privatisierung amtlicher Akten - zu beenden. Das Gericht hat diesen illegalen Zustand zementiert. Klar ist mir damit eines: wenn Journalisten Akten – auch Originalakten – aus dem Kanzleramt zugespielt bekommen, darf man die nicht von uns zurückfordern – sonst wäre ja der Gleichheitsgrundsatz verletzt.

Sorry, ich bin stinksauer. Rechtsanwalt Raphael Thomas geht natürlich in die Berufung bis nach Straßburg. Hier nochmal die
Spendenkonten: Spenden über Paypal an gaby.weber@gmx.net oder über Comdirect: IBAN DE53 2004 11550192 074300 - BIC COBADEHD055.
Das ist ja echt nicht zu glauben, was da gerade abläuft.

#fefebot
 
Gaby Weber hatte heute ihren Prozess wegen der Befreiung der Kohl-Akten vor dem Berliner Verwaltungsgericht.

Es lief im Wesentlichen so ab:

Richterin: Kanzleramt, habt ihr jemals Akten von irgendwem zurückgefordert?

Kanzeramt: Nö.

Richterin: Na dann ist hier ja auch kein Gleichheitsgrundsatz verletzt! *Aktezuklapp*

Ich bin einigermaßen schockiert. Was für eine Bananenrepublik ist denn das hier bitte?!

Gaby Weber ist auch entsetzt:
Damit ist nun klar, dass es im Ermessen des Kanzleramtes – und jeder anderen Behörde steht – was es an das Bundesarchiv abgeben will und was nicht. Der Anspruch des Bundesarchives – dass ihm die Akten nach Erfüllung ihres Zwecks übergeben werden müssen - wurde ausdrücklich verneint.

Wir sind also alle entrechtet. Wir haben kein Recht darauf, diese Akten – alle älter als 30 Jahre – einzusehen, und uns allen wird der Rechtsweg genommen, um z.b. die Offenlegung noch geheimer Akten zu beantragen oder den Fachsenat des Bundesverwaltungsgerichts um ein In-Camara-Verfahren zu bitten. Kein Rechtsweg, kein Rechtsstaat.

Ich hatte mich an das Gericht gewandt, um einen illegalen Zustand – die Privatisierung amtlicher Akten - zu beenden. Das Gericht hat diesen illegalen Zustand zementiert. Klar ist mir damit eines: wenn Journalisten Akten – auch Originalakten – aus dem Kanzleramt zugespielt bekommen, darf man die nicht von uns zurückfordern – sonst wäre ja der Gleichheitsgrundsatz verletzt.

Sorry, ich bin stinksauer. Rechtsanwalt Raphael Thomas geht natürlich in die Berufung bis nach Straßburg. Hier nochmal die
Spendenkonten: Spenden über Paypal an gaby.weber@gmx.net oder über Comdirect: IBAN DE53 2004 11550192 074300 - BIC COBADEHD055.
Das ist ja echt nicht zu glauben, was da gerade abläuft.

#fefebot
 
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