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Wenn man #IS #Kämpfern die deutsche #Staatsbürgerschaft entzieht, weil sie gegen unsere #Verfassung und unsere #Demokratie kämpfen... da fällt mir ganz spontan ein Haufen Menschen in diesem Land ein, die das sogar steuerlich alimentiert im #Bundestag tun.
https://twitter.com/ichbinschoener/status/1103244302157791238
 
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Wenn man #IS #Kämpfern die deutsche #Staatsbürgerschaft entzieht, weil sie gegen unsere #Verfassung und unsere #Demokratie kämpfen... da fällt mir ganz spontan ein Haufen Menschen in diesem Land ein, die das sogar steuerlich alimentiert im #Bundestag tun.
https://twitter.com/ichbinschoener/status/1103244302157791238
 

Freiheit und Kontrolle in den dezentralen Netzwerken

Die dezentralen Netzwerke, deren Teil wir hier als Postende oder Abonnierende sind, haben bislang noch den guten Ruf, ein Ort für Menschen zu sein, die sich vorzugsweise zu freier Software, aber auch zu hohen moralischen Ansprüchen wie Meinungsfreiheit und Toleranz hingezogen fühlen.

Mit steigender Beliebtheit werden sich jedoch auch in den dezentralen Netzwerken mehr und mehr Menschen Accounts verschaffen, deren Ansichten nicht mehr mit mehr mit der geistigen Wohlfühlzone der ursprünglichen Bevölkerung dieser Netze kompatibel sind. Die Folge: Reaktionen auf non-verbaler, auf technischer Ebene. Die einfachste davon ist immer noch: Postings blockieren oder muten, die einem nicht passen, User entfolgen, deren Ansichten einen ankotzen.

Doch es gibt nicht nur die Ebene des individuellen Users. Es gibt auch noch die Ebene der Knoten, also die Ebene jedes einzelnen Pods, Hubs oder wie sie je nach Plattform heißen. Wer seinen eigenen Knoten betreibt, kann dort nach eigenem moralischen Gusto schalten und walten. Doch wer einen Knoten für Accounts anderer User öffnet, geht damit auch Verantwortung und Risiken ein. Auf juristischer Ebene sowieso, aber dazu kommt auch noch, was man auf dem eigenen Knoten an Äußerungen gelten lässt und was nicht. Es ist nicht immer damit getan, sich einfach auf Gesetze zu berufen und zu sagen, es wird alles gelöscht, was in meinem Land strafbar ist. Manchmal ist es halt schwer zu entscheiden, ob etwas strafbar ist, oder ob es einen nur persönlich anwidert.

Auf Diaspora ist heute eine Diskussion um das Thema entbrannt. Offensichtlich wurden von den meisten größeren Pods bestimmte Accounts anderer Pods gebannt, d.h. es werden keine Interaktionen mehr zwischen dem eigenen Pod und dem gebannten Account geduldet. Keiner der eigenen User kann sich mehr mit dem gebannten Account verbinden, und keiner der eigenen User bekommt mehr irgendwas von dem gebannten Account zu sehen.

In den genannten Fällen handelt es sich (man korrigiere mich, wenn es anders ist) wohl um Accounts, von denen aus rassistische Nazi-Ideologien verbreitet wurden. Doch dabei wird es nicht bleiben. Was ist mit militanten Impfgegnern, Salafisten, extremistischen christlichen Sekten, Verschwörungstheoretikern aller Couleur und all den anderen geistigen Strömungen dieser Welt, die nicht gerade mehrheitsfähig sind, aber eben ihre glühenden Anhänger haben. Was wird welcher Knoten-Admin dulden und was nicht? Jeder Knoten-Admin ist anders, und mancher wird sich vielleicht im Laufe der Zeit selber als ideologischer Engpass entpuppen, weil er alles bannt, was ihm nicht in den Kram passt.

Aus Sicht von Account-Inhabern wäre es schon mal ein ganz wichtiges technisches Feature, ohne oder nur mit wenigen Datenverlusten und mit all seinen Kontakten und Verbindungen zu einem anderen Knoten wechseln zu können. Darüber hinaus stellt sich aber auch die Frage, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, eine Art #Verfassung für #Fediverse/#Federation zu entwickeln, die grundsätzliche Richtlinien für Enduser, aber auch für Knotenbetreiber enthält. Möglicherweise gibt es ja auch schon längst Ansätze zu so etwas.

Und jetzt noch die erwähnte Diskussion auf Diaspora:
 
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