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Pressemitteilung: Bornheim: Lohnauszahlung in Wildwest-Manier


https://bonn.fau.org/pressemitteilung-bornheim-lohnauszahlung-in-wildwest-manier/

Am heutigen Mittwoch, den 20.05.2020, finden auf dem insolventen Spargelgut Ritter in Bornheim bei Bonn wieder Lohnauszahlungen statt. Die Arbeiter*innen werden dazu von der Firmenleitung des Insolvenzverwalters Dr. Andreas Schulte-Beckhausen in Gruppen von je 10 Personen aufgeteilt und mit 10 Bussen an 10 verschiedene, nicht genannte Orte verbracht. Jeder dieser Busse wird begleitet von Security aus dem Rockermilieu.

Dem Anwalt der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) wurde Zutritt zum ersten Bus und zur ersten Lohnauszahlung gewährt. Nach Angaben des Einsatzleiters der Polizei soll der Anwalt im Anschluss zusammen mit dem Beauftragten der Firma zu den weiteren Lohnauszahlungen gebracht werden. Weiteren Vertreter*innen der Gewerkschaft wurde der Zugang verweigert.

Bei der Abfahrt der Busse versuchte die Polizei, durch eine Blockade der Straße, zu verhindern, dass Fahrzeuge der Gewerkschaft die Busse zu den Auszahlungsstellen begleiten.

Die FAU Bonn verurteilt diese Art und Weise der Lohnauszahlung in Wildwest-Manier, unter den Augen der Security des Unternehmers aber ohne gewerkschaftliche Begleitung.

Wir fordern als Vertretung von Saisonarbeiter*innen bei Spargel Ritter weiterhin:
  • Allen Arbeiter*innen werden 3 Monatslöhne ausgezahlt. Der Monatslohn orientiert sich an 30 Arbeitsstunden pro Woche, vergütet zu 9,35 pro Stunde.
  • Alle Arbeiter*innen die dies wünschen, werden bei der Weitervermittlung an andere Betriebe unterstützt.
  • Allen Arbeiterinnen die dies wünschen, wird eine Rückreise in ihre Heimatorte organisiert. Die Kosten der Rückreise werden vom Arbeitgeber übernommen. Bei Arbeiterinnen bei denen dies medizinisch angezeigt ist, werden die Kosten eines Krankenrücktransports übernommen.
  • Allen Arbeiter*innen steht für Krankheitstage ein Krankengeld zu. Diese stellt sich als reguläre Lohnfortzahlung dar.
Kontaktdaten:
blog: https://bonn.fau.org
email: faubn@fau.org
twitter.com/FAUBonn
facebook.com/faubonn
Presse-Telefon: +491784618733

#Arbeitskampf #Klassenkampf #Bonn #Bornheim #SpargelRitter #Anarchosyndikalismus #Anarcho-Syndikalismus #FAU #FreieArbeiterInnenUnion #Anarchismus #Anarchie #Anarchie-de #selbstorganisiert
Pressemitteilung: Bornheim: Lohnauszahlung in Wildwest-Manier
 

Pressemitteilung: Bornheim: Lohnauszahlung in Wildwest-Manier


https://bonn.fau.org/pressemitteilung-bornheim-lohnauszahlung-in-wildwest-manier/

Am heutigen Mittwoch, den 20.05.2020, finden auf dem insolventen Spargelgut Ritter in Bornheim bei Bonn wieder Lohnauszahlungen statt. Die Arbeiter*innen werden dazu von der Firmenleitung des Insolvenzverwalters Dr. Andreas Schulte-Beckhausen in Gruppen von je 10 Personen aufgeteilt und mit 10 Bussen an 10 verschiedene, nicht genannte Orte verbracht. Jeder dieser Busse wird begleitet von Security aus dem Rockermilieu.

Dem Anwalt der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) wurde Zutritt zum ersten Bus und zur ersten Lohnauszahlung gewährt. Nach Angaben des Einsatzleiters der Polizei soll der Anwalt im Anschluss zusammen mit dem Beauftragten der Firma zu den weiteren Lohnauszahlungen gebracht werden. Weiteren Vertreter*innen der Gewerkschaft wurde der Zugang verweigert.

Bei der Abfahrt der Busse versuchte die Polizei, durch eine Blockade der Straße, zu verhindern, dass Fahrzeuge der Gewerkschaft die Busse zu den Auszahlungsstellen begleiten.

Die FAU Bonn verurteilt diese Art und Weise der Lohnauszahlung in Wildwest-Manier, unter den Augen der Security des Unternehmers aber ohne gewerkschaftliche Begleitung.

Wir fordern als Vertretung von Saisonarbeiter*innen bei Spargel Ritter weiterhin:
  • Allen Arbeiter*innen werden 3 Monatslöhne ausgezahlt. Der Monatslohn orientiert sich an 30 Arbeitsstunden pro Woche, vergütet zu 9,35 pro Stunde.
  • Alle Arbeiter*innen die dies wünschen, werden bei der Weitervermittlung an andere Betriebe unterstützt.
  • Allen Arbeiterinnen die dies wünschen, wird eine Rückreise in ihre Heimatorte organisiert. Die Kosten der Rückreise werden vom Arbeitgeber übernommen. Bei Arbeiterinnen bei denen dies medizinisch angezeigt ist, werden die Kosten eines Krankenrücktransports übernommen.
  • Allen Arbeiter*innen steht für Krankheitstage ein Krankengeld zu. Diese stellt sich als reguläre Lohnfortzahlung dar.
Kontaktdaten:
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email: faubn@fau.org
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Presse-Telefon: +491784618733

#Arbeitskampf #Klassenkampf #Bonn #Bornheim #SpargelRitter #Anarchosyndikalismus #Anarcho-Syndikalismus #FAU #FreieArbeiterInnenUnion #Anarchismus #Anarchie #Anarchie-de #selbstorganisiert
Pressemitteilung: Bornheim: Lohnauszahlung in Wildwest-Manier
 
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland

Anarchie gleich Chaos – so ein sorgfältig gepflegtes Vorurteil. Aber Herrschaftsfreiheit heißt nicht unbedingt Unordnung. Tatsächlich bündelt der Anarchismus ein schillerndes Aufgebot utopischer Ideen – und ist damit hochaktuell.

„Keine Macht für Niemand“, so sang in den Siebzigern die Anarcho-Band „Ton, Steine, Scherben“. Dafür wurden sie und andere Anarchisten von rechts bis links scharf kritisiert: Konservative und Liberale sahen in der herrschenden Macht des Staates mit seinem Gewaltmonopol den Garanten für Recht und Freiheit. Sozialdemokraten und Kommunisten wollten Macht haben, um eine sozialistische oder kommunistische Gesellschaft zu verwirklichen.

Bereits Marx und Engels bekämpften die Anarchisten in der „Internationale“. Unter Lenin in der revolutionären Sowjetunion gehörten sie zu den ersten, die von den Vertretern der Sowjetmacht liquidiert wurden. So saßen Anarchisten von jeher zwischen allen politischen Stühlen. Die maßgeblichen politischen Kräfte – von rechts bis links – hatten größtes Interesse an der bis heute gängigen Gleichsetzung: „Anarchie gleich Chaos, Gewalt und Terror.“

#Anarchie
 
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland

Anarchie gleich Chaos – so ein sorgfältig gepflegtes Vorurteil. Aber Herrschaftsfreiheit heißt nicht unbedingt Unordnung. Tatsächlich bündelt der Anarchismus ein schillerndes Aufgebot utopischer Ideen – und ist damit hochaktuell.

„Keine Macht für Niemand“, so sang in den Siebzigern die Anarcho-Band „Ton, Steine, Scherben“. Dafür wurden sie und andere Anarchisten von rechts bis links scharf kritisiert: Konservative und Liberale sahen in der herrschenden Macht des Staates mit seinem Gewaltmonopol den Garanten für Recht und Freiheit. Sozialdemokraten und Kommunisten wollten Macht haben, um eine sozialistische oder kommunistische Gesellschaft zu verwirklichen.

Bereits Marx und Engels bekämpften die Anarchisten in der „Internationale“. Unter Lenin in der revolutionären Sowjetunion gehörten sie zu den ersten, die von den Vertretern der Sowjetmacht liquidiert wurden. So saßen Anarchisten von jeher zwischen allen politischen Stühlen. Die maßgeblichen politischen Kräfte – von rechts bis links – hatten größtes Interesse an der bis heute gängigen Gleichsetzung: „Anarchie gleich Chaos, Gewalt und Terror.“

#Anarchie
 
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