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Netzausbau: Warum die Kunden Mitschuld haben - Wirtschaft - Süddeutsche.de

Ein Problem ist, dass die Politik und einige Kunden zwar Gigabit fordern, aber längst nicht alle Kunden auch wirklich schnelle und teurere Tarife buchen. So haben laut der Studie mittlerweile zwar gut vier Millionen Haushalte einen Glasfaseranschluss bis in ihr Haus. Doch nutze bislang nur ein Drittel die Leitung tatsächlich; der Rest buche günstigere, weil langsamere Tarife.
Ja, warum wohl? Weil die arschteuer sind im Verhältnis zu anderen EU Ländern. Und hier ist die Logik eher andersrum. Die Leute buchen langsamere Tarife, weil billger!
So ein scheiß VDSL Anschluss liegt doch schon bei 50€/Monat. Und die Telekom macht doch dabei ordentlich Reibach, weil alles noch Kupfer ist der schon seit 100 Jahren in der Erde liegt,

#Neuland #Breitbandausbau

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/netzausbau-deutschland-internet-1.4633336?utm_source=pocket-newtab
Ich habe noch einen anderen Grund: weil nicht mehr ankommt.

Ich bin Kunde bei Unitymedia und die haben derzeit Tarife für 60MBit Downstream und 3MBit upstream. Sowie einen wo beides verdoppelt ist.
In meiner Wohnung kommen davon etwa 22MBit down und 2,5 Mbit upstream an.
Welchen Tarif nehme ich denn da? Hmmmm

Und die Sache mit den mikrigen upload-Geschwindigkeiten nervt mich auch endlos. Es muss ja nicht symmetrisch sein, aber 50% statt 5% wären schon ganz nett.
Es muss ja nicht symmetrisch sein, aber 50% statt 5% wären schon ganz nett.
50% wären allerdings exakt symmetrisch ;-)
Wer GBit bucht und WLAN betreibt (also die allerallermeisten) kann nicht rechnen.
Das Telekom Bashing was in den letzten 20 Jahren Gewohnheit wurde ist zunehmend Falsch und wird zur Ablenkung anderer Versäumnisse gemacht. Längst nicht alle Techniker oder Entscheidungsträger ist dort "Dumm".
Im Verhältnis zählen deutsche Glasfaser Festnetztarife im Gegensatz zu den Mobilfunkverträgen längst nicht zu den Teuersten, selbst in den USA sind die Gebühren dafür oft sogar höher. Die Telekom mag hier im Inland zu den hochpreisigen gehören, hat dafür aber keine versteckten Nebenkosten, eine klare Tarifstruktur und T-Punkt Läden statt lediglich Telefon Hotline selbst in Kleinstädten.
Die Probleme bei Glasfaser Hausanschlüsse sind zum Großteil völlig andere, sie liegen im Baurecht und der Politik, oft weniger in der Technik oder technologischen Bedingungen. Viel wurde in letzter Zeit über das Vectoring der Telekom geschimpft und es oftmals sogar völlig falsch dargestellt. Denn Super-Vectoring bedeutet Glasfaser Anschluss, nur ohne den "Glasfaser Hausanschluss, den natürlich die Telekom nicht selbst vornehmen darf. Hier muss der Grundstückseigentümer schon selbst Aktiv werden, was natürlich gerade in ländlichen Gegenden ein Problem ist ..... "Bagger" im Vorgarten, da gibt es schnell Bürgerprotest. In Großstädten werden mit den Wohnungsunternehmen und Tiefbau Unternehmen leichter Verträge diesbezüglich geschlossen und schon ist das Glasfaser Kabel (nicht dicker als eine "Drachenschnur") im Haus.

Die Politik muss endlich Netz Hausanschlüssen im Baurecht die gleiche Priorität im Baurecht einräumen wie E-Anschlüsse, Wasser oder Abwasser. Auch muss das Vertragsrecht geändert werden, das sich Altverträge nicht mehr Automatisch weiter Verlängern.
Denn es stimmt viele kümmern sich nicht darum und nutzen 10 Jahre alte heute überteuerte 6000er VDSL einfach weiter .....
Auch gibt es immer noch Kommunal Politiker welche sich nicht um Glasfaser Infrastruktur in ihrer Gemeinde kümmern und selbst Fördergelder verfallen lassen .... dafür lieber eine neue Autostraße einweihen und sich dafür feiern lassen.
Ich würde dir widersprechen Rainer...
50% wären allerdings exakt symmetrisch ;-)
Naja das ist wohl eine Definitionsfrage, aber nach der Rechnung, die ich darüber angestellt habe wären 100% symmetrisch (also wenn der upstream 100% vom Downstream ist). Aber klar kann man das auch aufsummieren (macht nicht immer Sinn), dann sind 3MBit/s von 63MBit/s also nicht einmal 5% sondern nur *Taschenrechner* 4,76%
Wer GBit bucht und WLAN betreibt (also die allerallermeisten) kann nicht rechnen.
Naja ich betreibe ca. Fünf WLANs mit ca sieben Accesspoints und natürlich noch ein wired LAN.
Gigabit könnte/würde sich schon lohnen 😆
Die WLANs laufen auch auf unterschiedlichen Kanälen, also kann ein Gerät auf dem einen Kanal 300MBit/s nutzen und ein anderes auf einem anderen Kanal ebenfalls.
Die Wahrheit ist aber natürlich, dass die Geräte, die viel Datenverkehr haben selbstverständlich angekabelt sind.

Also mein Punkt ist halt: WLAN und wired LAN schließen einander nicht aus und ich betreibe WLAN und fände Gigabit-Internet trotzdem angenehm.

Du hast aber insofern einen Punkt, dass viele Leute gar keine Computer mehr haben, sondern nur noch Smartphones, die sie wohl kaum mit einer Gigabit-fähigen Netzwerkkarte ans Internet ankabeln. Für sollte Kunden ist das freilich uninteressant.
Ok, mit 50% meinte ich 50% der gesamten Datenübertragungsrate (up + down).
Wenn ichs mir recht überlege, ist das aber eine blöde Definition, ja.
Denn dann würde man ja man ja bei full duplex von 2 GBit reden. Ich sollte beim Marketing anfangen :-)
Dennoch glaube ich, daß nur ganz wenige Abnehmer GBit auch nur annähernd ausreizen würden.
Ich arbeite in einer Bude mit ca. 300 Nutzern, alle internet-abhängig. Wir haben GBit. Eigenes AS, 2 Uplinks. Fast sämtliche Systeme (Mail, Web, Versionierung… betreiben wir inhouse.
Kunden laden Logs im Bereich von GByte hoch.




Natürlich sind bei dem groben Raster (1 Jahr) Spitzen nicht mehr sichtbar. Dennoch: GBit kriegen wir im Leben nicht saturiert. Aber wenn das nicht mal 300 Leute schaffen, wer braucht dann wirklich GBit?
@Armada Deus
… dass viele Leute gar keine Computer mehr haben, sondern nur noch Smartphones, die sie wohl kaum mit einer Gigabit-fähigen Netzwerkkarte ans Internet ankabeln.
Ein wichtiger Punkt , bei uns “auf dem Land” gibt es seit Sep nun auch auch Super-Vectoring mit bis zu 250 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s im Upload was auch viele bestellten und einige Wochen später aufgeregt in den T-Punkt kamen , sich beschwerten das an ihren Rechner beim online Speedtest sogar trotz neuer teurer gekaufter Fritzbox mit dem Lankabel nur 100 Mbit ankamen und am Laptop sogar nur 50 … natürlich ist da die Telekom schuld ;-)
Wem interessiert schon der Wlan Standard am neuen 75 Zoll Oled Fernseher oder ob ein PC Gigabit Lan besitzt.
Hier haben leider in den letzten Jahren die technischen Kenntnisse immer mehr abgenommen und anderes ist bei den Geräten in den Vordergrund gerückt …
Jetzt müßte noch jemand den armen Leutchen erzählen, daß speedtest.net Laborergebnisse liefert, die in der Wirklichkeit kaum erreicht werden (z.B. verwenden die Tests TCP Multiplexing) :-)
ja dass speedtests oft nicht so ganz dem üblichen Betrieb entsprechen ist wohl wahr, aber nicht so entscheidend, wichtig ist doch eher dass es Vergleichbarkeit schafft.
Torrent wäre sonst ggf. noch ein guter Test, dabei kann man gleich mit überprüfen wie viele Verbindungen die Hardware denn so gleichzeitig managen kann :D

bzw. Gigabit auch nutzen: Also freilich reden wir hier nur von Spitzen, es geht ja immer nur darum es überhaupt zur Verfügung zu haben und nicht darum es permament auch voll auszunutzen.
Auf dem 35C3 waren glaube ich 17.000 Personen (nicht gleichzeitig) erzeugten durchschnittlich 16GBit/s Traffic und peak 38,4GBit/s. Also 1 bis 2 MBit/s pro Person. Ich denke daran sieht man dass die meisten Leute die meiste Zeit eben nicht viel Traffic erzeugen.

Auf der anderen Seite vermute ich mal, dass wenn die Bandbreiten für viele Kunden zur Verfügung stehen auch die Anwendungen dafür entstehen. Derzeit kann man mit einem 100MBit/s-Anschluss etwa fünf 4k-Streams gleichzeitig gucken. Ich sehe aber auch Anwendungen im Bereich von Filesharing. Wenn ich meiner Mitbewohnerin eine Datei schicke und die ist "ein paar Gigabyte" groß, dann ist das eine Sache von Sekunden. Wenn ich meiner Mutter in der Nachbarstadt diese Datei schicke, bin ich mit einem USB-Stick und einem Fahrrad schneller.
Und da kommen wir auch schon zu dem anderen Problem, wie man aus meinem Kommentar oben schließen kann fehlt es mir vor allem an Upstream, ohne Upstream kein Filesharing, keine Homeserver oder mal etwas üblichere Anwendungen: Wenn ich ein "volles Backup" mache dauert es länger als einen Tag es hoch zu laden auf einen Backup-Server, wenn ich täglich ein Backup machte, welches länger als einen Tag braucht… hmmm blöd. (Ich habe meine Backups stark eingeschränkt was ich hochlade). Oder ich will einfach nur eine Datei mit anderen teilen, die vielleicht 50MB groß ist oder 250MB. Das ist ja nicht viel, unkomprimiertes Audio oder eine GIMP-Datei mit hoher Auflösung und ein paar Ebenen, da kommt schnell 'was zusammen. Aber Uploads in dieser Größenordnung dauern schon unangenehm lange.

Also von mir aus braucht's kein Gigabit, ich komme mit meinen 22MBit sogar ganz gut zurecht (klar manchmal ruckelt der Film wenn wir 2 HD-Streams gleichzeitig gucken und ein Steam-Kauf ist auch nicht nach 20 Sekunden spielbar, sondern oft erst nach 20-40 Minuten, aber es reicht). Aber dieser unsäglich schmale Upstream geht mir gewaltig auf die Nerven. Mir wären 100/100 viel lieber als 1000/5
Torrent wäre sonst ggf. noch ein guter Test, dabei kann man gleich mit überprüfen wie viele Verbindungen die Hardware denn so gleichzeitig managen kann :D
gibt es so ein test-benchmark-torrent?
halbaktuelles Debian?
hätte ja sein können das es so einen inoffiziellen rfc standard gibt. ein 10gb blockfile ... :-D
kann sein, aber ich kenne es nicht. Debian DVD1 ist 3,9GB groß und vermutlich gibt es dafür viele Seeds, daher dachte ich…
Also gute Speedtest Seiten sind schon sehr genau, natürlich ist die Serverbandbreite auf der Gegenseite auch irgendwo begrenzt in D meist auf 1Gb/s im Upload, international sind technisch wohl schon bis zu 3Gb/s möglich.
Wenn nun mehrere gleichzeitig auf den Server zugreifen um die Testdatei zu laden verfälscht dies das Ergebnis , deshalb haben gute Speedtest Seiten auch mehrere Reverenz Server zur Auswahl .. Nah wie Fern und man sollte den Test mehrmals Wiederholen.
Alles andere ist Ungenauer wie auch im alltäglichen Gebrauch, da es sehr viele Server gibt welche einen viel niedrigeren Upload haben.
Auch meinte ich etwas anderes, die Leute bestellen eine 250 MBit/s Leitung mit entsprechenden Modem und Router, nur ihr 3 Jahre alter PC hat lediglich ein 100 Mbit Lan Chip verbaut ... also kommen auch nur 100 MBit/s an, egal wie oft man den Speedtest im Browser wiederholt. Ältere Laptop haben meist noch eine 54 Mbit oder 100 Mbit Wlankarte verbaut und Fernseher mit Gb Lan ... muss man wohl erst die technischen Spezifikationen mit der Lupe suchen. Am modernsten sind da meist noch die Smartphone ausgestattet.
Das Leute hier sich der Tatsache bewusst sind ist mir klar, aber die meisten Anwender da draußen Jung wie Alt haben davon wenig Ahnung.
Daher habe auch ich erst einmal "nur" zum 100/40 MBit/s für mehr muss ich erst einmal den technischen "Fuhrpark" aufrüsten um eine 250 MBit/s Leitung auch nutzen zu können .... den Vertrag dahingehend zu ändern ist kein Problem.
@michaelhoch@pluspora.com Für dich ist es eher kein problem den vertrag dahingehend zu ändern..

Für alle anderen gilt nach wie vor, einen 100MBit/s full duplex ethernet link nur mit internet traffic auszulasten in deutschen privathaushalten ist die ausnahme....

Und damit sind wir technologisch ein drittweltland in dieser hinsicht..

Da WLAN sich heutzutage gewohnheitlich in bereichen ab 200MBit/s+ bewegt (bei leuten die es auch nutzen, nicht bei mühsam konvertierten internetausdruckern), finde ich die kritik nach wie vor absolut stichhaltig und treffend..... (@Rainer "diaspora" Sokoll)

Weiter oben schrieb noch jemand was von der preisgestaltung was ich spontan nich wieder raussuchen wollte; Das ist imho nach wie vor der größte faktor insgesamt.

Disclaimer: Ich hab bis letzten november noch in hamburg gewohnt und hatte dort via wilhelm tel/willy tel allerfeinste fiber to the basement versorgung direkt am hamburger ring-backbone und bekam von da aus "schnuckelige" 100:31MBit/s VDSL in die sechste etage hoch geliefert. Ob mensch inzwischen vectoring obendrauf realisiert hat (was ich jetzt bei meinem 30:12mbit/s dorf vdsl2 (17a G.Vector (ITU G.993.5) ganz genau, laut fritze knapp 534m kabelweg) hier erleiden muss) weiß ich nicht...

Meine erfahrung war aber das generell downloads jenseits der 25mbit/s eher nur selten vorkamen (und dann in der tat eher via torrent .. oder mit wirklich guten content delivery networks im backend wie bei steam ggf).

Das ändert alles nichts daran, das hauptsächlich die telekom sich die mit sehr weitem abstand allergrößte mühe gibt, den ausbau möglichst investorenfreundlich - aka möglichst garnicht wenn nicht zwingend erforderlich - zu gestalten.

Alleine das dann gerne mal fix überbaut wird nachdem kommunen endlich so weit sind sich selbst versorgen zu können spricht bände...

Und dann sind wir immernoch nicht bei den abzockpreisen die uns hierzulande im internationalen vergleich abgepresst werden..... (ich weiss das es auch schlimmer geht, siehe canada, usa und manch andere ecken .. es geht aber auch WEIT AUS BESSER UND GÜNSTIGER).
Mir fällt absolut gar nichts ein, wofür man privat 100 Mbit down benötigen könnte.
Immerhin: das sind etwa 4 gleichzeitige 4k-Streams.
Mein Traffic letzte Woche, darin enthalten: ca. 12 Stunden täglich ich im Internet (Homeoffice), Frau, Kinder marginal, Sonos, HD-Streaming.


OK, wir spielen nicht.
Downloads im GByte-Bereich werden dann besser in der Nacht gemacht, und wer nicht warten kann, braucht dann tatsächlich mehr. Für die Masse dürfte es irrelevant sein.
Ein Usecase für Gigabit fällt mir allerdings ein: Diskless Workstations. Genau das will ich eigentlich haben: Keine Festplatten zu Hause, auch nicht in irgendeinem NAS. Ich will das alles in einem RZ haben. DHCP-Server zu Hause, der als TFTP-Server einen im RZ übermittelt, dann gibt es lokal nicht mal mehr ein OS. (Wie das bei v6 geht, weiß ich gerade nicht, evtl. muß man da auch DHCP bemühen)
Nur genau das bietet mir niemand, für kein Geld.
Mir fällt absolut gar nichts ein, wofür man privat 100 Mbit down benötigen könnte.
Naja du beachtest es immerhin auf 133 MBit/s
Ein Usecase für Gigabit fällt mir allerdings ein: Diskless Workstations. Genau das will ich eigentlich haben
Also wenn ich es mir wünschen darf hätte ich gerne ein RAID aus lokalen und entfernten Festplatten 😆
Naja du beachtest es immerhin auf 133 MBit/s
Das war die Grafik aus der Firma. Ca. 300 Leute. Privat bringe ich es immer auf 200, wenn ich mal speedtest/iperf3 laufen lasse ;-)
Ein heutiger AAA Titel auf Steam hat zum Releadatum locker 80GB und dann kommt einen Tag Später der erste Patch mit nochmals 100GB
Sind halt 2 Nächte Download.
Außerdem geht der Trend doch gerade zum Cloud-Gaming :-)
Steam ist ja dabei.

https://www.nvidia.com/de-de/geforce/products/geforce-now/supported-games/
@hackbyte
Ich schrieb etwas weiter oben im Posting wo die Hauptprobleme im Glasfaser Ausbau in Deutschland liegen .... immer weniger das der Ausbau insgesamt fehlt, sondern die berühmte letze Meile, das so wie beim "Super-Vectoring" das begehrte Glasfaser Kabel 250m von deiner Wohnung/Haus entfernt ist , beim normalen Vectoring VDSL 25/50 sind es meist 500m , die Hürden das es ins Haus gelangt durch Gesetzgebung , Baurecht und Politik und oft auch wie im Artikel gesagt durch den Bürger schlicht gelinde gesagt "verhindert" wird und nicht "nur" durch die Telekom ....
Die Preisgestaltung sehe ich im Gegensatz zu die als nicht zu Hoch an, für eine 100 Mbit Leitung + Festnetz-Flat zahlt man bei Telekom 44 € / Monatlich effektiv mit Vergünstigungen für 2 Jahre ca 40€, beim günstigsten Reseller Angebot sind es ca 38€, was gerade einmal 5-10 € mehr ist als beim bisherigen 16 Mbit Anschluss. International wie in der EU mag das sicher im oberen Mittelfeld liegen, aber die Preise sind landesspezifisch immer nur schwer vergleichbar, da einiges was in der deutschen Flat (wie Telefon) vorhanden ist dort extra kosten kann.
Selbst in den USA sind $50 für ein vergleichbares Angebot normal.
Was aber in D viel zu hoch ist sind die Mobilfunktarife.
@Rainer "diaspora" Sokoll
"Niemand braucht mehr als 640 kB RAM in seinem PC." Bill Gates
Benötigt man 100 Mbit Internet, einen 12 Kern Prozessor oder 64 Gb Ram ... ect.
Müssige Diskussion, denn wenn es niemand benötigt warum wollen es dann eigentlich alle haben, am besten sogar 250 oder 500 Mbit?
Das Gates-Zitat ist höchstwahrscheinlich falsch :-P

Warum es so viele haben wollen? Meine Vermutung: Erstens Schwanzvergleiche und zweitens, wichtiger, die Erfahrung, daß man nur "bis zu" bekommt. Außerdem technische Inkompetenz, und "mehr ist besser"-Haltung. Menschen kaufen auch SUVs ohne je ins Gelände zu fahren.
Wahrscheinlich von jedem etwas.

Was wäre denn Deiner Meinung nach ein valider private Usecase für >100 MBit/s?
Abgesehen von den Spiele-Downloads. Wer da keine Nacht zu warten bereit ist, braucht mehr.
@Rainer "diaspora" Sokoll
Diskless Workstations. Genau das will ich eigentlich haben: Keine Festplatten zu Hause, auch nicht in irgendeinem NAS. Ich will das alles in einem RZ haben.
hast du da keine datenschutz bedenken? das sind doch daten die keinen was angehen.
Müßte man sehen, ob man da mit Luks & Co. was machen kann.
aber zum zeitpunkt des bearbeitens ist bei luks ja entschlüsselt.

ne, dann lieber ne festplatte an meinen paspi anschließen und den mit https://www.openmediavault.org/ installieren.

bei verschlüsselung muss man immer aufpassen, weil verschlüsselung eigentlich immer nur ein zeitgewinn bedeutet. das heißt irgendwann ist die verschlüsselung gebrochen und dann liegen deine daten, die vllt schon längst von irgendeiner orga abgezogen wurden, entschlüsselt irgendwo auf ranzigen servern rum wo du nicht mehr dran kommst.
Ist je ohnehin alles Theorie, leider.
Mark Nowiasz hubzilla (AP)
@Rainer "diaspora" Sokoll Ich habe 500 Mbit :-) Hier ist ein valider Usecase (sogar deren zwei) für den Upgrade von 100 Mbit:
  • Ich backuppe meine 5 Netcupserver mit btrbk auf eine lokale Backupplatte - das geht mit einem vernünftigen Downstream schnell
  • Die bessere Fritz!Box (mit DVB-C sowie bessere W-Lan-Fähigkeiten)
@Mark Nowiasz
Usecase 1 ist sicherlich valide, trifft aber auf 99% der Privathaushalte eher nicht zu. (Ich backuppe einen Netcup-Rechner mittels rsnapshot, das hat initial sicherlich (ist Jahre her) lange gedauert, aber seitdem ist das kein Problem mehr. Aktuell 200 MBit. Für zfs send/receive fehlt mir zu Hause die Hardware)

Usecase 2 ist auf seine Art auch valide, irgendwie, aber kein technisches Argument :-)
Und außerdem habe ich gar kein Fritzbox :-P
Mark Nowiasz hubzilla (AP)
@Rainer "diaspora" Sokoll Wie? Ich dachte jeder hätte ein paar Rootserver, jetzt zerstörst Du mein Weltbild :cry: btrbk nutzt die btrfs send/receive, das btrfs-Äquivalent zu den zfs-Kommandos. Das sieht dann nachts so aus (siehe Screenshot). Ansonsten sind mir der besser Down-/Upstream und die bessere Fritz!Box (2,4 und 5 GhZ-Wlan parallel, schnelleres W-Lan, DVB-C) die 5 Euro Aufpreis zu 100 Mbit/10 Mbit wert :-) Wobei ich zugeben muss dass man auch ganz gut mit 100 Mbit auskommen kann, wenn es denn sein muss :-D

Bild/Foto
Und ganz ehrlich: Dein Backup dauert 38 Minuten, davon ca. 4 Minuten bei >200 MBit. 4 Minuten pro Tag, äh, Nacht Poweruser!
Also würde ich korrigieren: Dein erster Punkt Backup ist nicht wirklich relevant, der zweite (bessere Fritzbox für wenig Geld) ist da schon nachvollziehbarer :-D