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Ich bin #Fachinformatiker und arbeite in einem Systemhaus. Wir arbeiten mit #Microsoft Produkten. Windows Server und auch sonst nur mit Closed Source Software. #Privatsphäre, #Datenschutz und IT- Sicherheit ist mir in letzter Zeit immer wichtiger geworden. Im privaten konnte ich das für mich so umsetzen. WhatsApp, Twitter, Instagram gelöscht. Lineage statt Android. Linux statt Windows. Ich bevorzuge #OpenSource. In der Arbeitswelt sieht das ganze anders aus. Nun würde ich auch gerne beruflich mit Open Source arbeiten. Leider bin ich halt nur ein einfacher FISI. Ich kann nicht programmieren, habe kein Studium abgeschlossen. Ich bin natürlich bereit zu lernen. Nur frage ich mich. Wo soll ich anfangen. Wie kann ich beruflich die Werte umsetzen die mir privat auch wichtig sind? Welche beruflichen Einstiegsmöglichkeiten gibt es. Wie sollte man sich weiterbilden? Gibt es überhaupt solche Jobs? Als FISI habe ich da glaube ich einfach ein zu eingeschränktes Blickfeld und weiß gar nicht was möglich ist. Wenn ihr mein Blickfeld erweitern könntet, wäre das toll. Vielen dank für eure #Hilfe!

#frage #job
Mhm, in den 80er/90ern hat ja Programmieren das Kind mit Computer gelernt.
Vllt. so etwas wie Moodle-Server-Verwalten. Soll stark im Kommen sein...
Aber "Informatiker" - früher wusste man da die Theorien der Informationsverarbeitung und üblicherweise konnte man programmieren. Mir klingt sein Beruf ja eher nach "qualifizierter Anwender". Braucht man auch dringend. Für das Einrichten von Systemen und die Betreuung braucht man ja eben nicht unbedingt "Informatiker".
@Thomas , es gibt diese Nischen. Kleinere Linux-Systemhäuser. Mit möglichst wenig Windows. Aus welcher Gegend kommst Du?
Thomas diaspora
@Helmar Wodtke Moodle Server werde ich mir mal anschauen. Qualifizierter Anwender triffts wahrscheinlich ganz gut. Komme damit bisher aber ganz gut zurecht.
Thomas diaspora
@diritschka das hört sich interessant an. Ich komme aus dem schönen Bayern.
@Thomas , ich auch.
@Helmar Wodtke Gibt die Unterscheidung zwischen Aisbildung Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (FAE, das hab ich vor meinem Studium gemacht, tatsächlich mehr Programmierung) und Fachinformatiker Systemintegration (FISI, eher auf der Hardware/Netzwerk/Server Ebene unterwegs)
@Thomas He, das ist gut, dass du damit zurecht kommst. Ich kenne einige Programmierer (also richtig als Beruf), die weder programmieren wollen noch können, aber dafür bezahlt werden. Informatiker im Sinne von Leuten, die sich mit der Theorie der Informationsverarbeitung auseinandersetzen, kenne ich auch. Die können teilweise programmieren, teilweise fehlt da aber auch die Kunstfertigkeit. Aber um die geht es dann ja nicht. Was wirklich gebraucht wird, sind Leute, die Leuten die Dinger am Laufen halten. "Programmieren" wird da immer unwesentlicher. Im Grunde geht es mehr um die Beseitigung von Problemen, die Anwender haben. Da nützt der verkopfte "Informatiker" nichts, wenn er einer Dame am Kassensystem nicht helfen kann. Systemverständnis ist wichtiger, als z.B. selbst so ein System designen zu können, was ein Programmierer im Idealfall halt kann - in Bezug auf z.B. Software.
Moodle oder im allgemeinen Software zur Unterstützung der Lehre dürfte ziemlich im Kommen sein. Vermutlich werden auch Universitäten ihre Stellen ausbauen. Da kann es demnächst (die Semester fangen wieder an) auch Angebote geben. Die sind nicht wahnsinnig gut dotiert, aber relativ sicher und wenn man es sich nicht schwer macht, auch mit genügend Freizeit...