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Tipp: Terminal ins Web streamen


**Mi, 24. Juni 2020, Ralf Hersel\
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Manchmal möchte man die Ausgabe des Terminals mit anderen Personen
teilen, sei es für technischen Support, um Hilfe für ein Problem zu
erhalten, oder einfach aus Interesse daran, das zu teilen, was man
gerade im Terminal macht. Viele Anwender erstellen dann Screenshots und
versenden diese z.B. über einen Messenger. Das geht besser und einfacher
mit einem Terminal-Streamer. Einer dieser Services ist
Streamhut.



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Was ist Streamhut?

Streamhut ist ein Webdienst, mit dem der Terminalinhalt in Echtzeit ins
Web gestreamt werden kann. Dafür ist keine Softwareinstallation
notwendig. Alles, was dazu benötigt wird, ist ein internetfähiges
Linux-System mit installiertem "netcat".
Netcat
ist in den meisten Linux-Distributionen vorinstalliert.

Streamhut kann auch als Monitor für lang laufende Prozesse verwendet
werden, die kontinuierlich Ausgaben in der Konsole produzieren. Die
Bedienung ist denkbar einfach: man startet das Programm bzw. den Prozess
im lokalen Terminal und kann den Prozess von überall aus und von jedem
Gerät überwachen. Streamhut wurde ursprünglich für den Datenaustausch
zwischen Computern entwickelt. Der Entwickler hat die
Terminal-Sharing-Funktion später hinzugefügt.\
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Die üblichen Anwendungsfälle für Streamhut sind:
  • Überwachen von Programmausgaben von mehreren Geräten über das Web,
  • Daten zwischen Computern/Geräten übertragen,
  • Debug-Protokolle mit anderen Personen teilen,
  • Hilfe beim Programmieren geben,
  • Live-Terminalsitzungen für Interviews und Schulungen.

Bedienung


Bevor man das Tool ausprobiert, sollte man wissen, dass sich Streamhut
noch im Alpha-Stadium befindet und noch nicht für den Einsatz in einer
Produktionsumgebung bereit ist. Die Benutzung erfolgt auf eigenes
Risiko. Wie bereits erwähnt, ist für die Nutzung des Services keinerlei
lokale Installation nötig. Es wird einfach die Ausgabe eines Kommandos
oder Programmausgaben an den Streamhut-Service gepiped.

Im Terminal gibt man folgenden Befehl ein:
exec > >(nc stream.ht 1337) 2>&1

Der Streamhut-Webdienst generiert nun eine zufällige URL, die für den
Zugriff auf das lokale Terminalfenster über einen Webbrowser verwendet
werden kann. Als Beispiel:
streamhut: Streaming zu [url=https://stream.ht/sxlrce]https://stream.ht/sxlrce[/url]

Unter der ausgegebenen Web-Adresse kann nun die Ausgaben im Terminal
live verfolgt werden. Sobald das lokale Terminal geschlossen wird, ist
der Spuk vorbei. Und so sieht das dann aus:




https://gnulinux.ch/terminal-ins-web-streamen
#linux #gnu #rss