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KAOS diaspora

Wenn ihr keine Kinder habt,


dann lest bitte unbedingt das hier. Dringend. Und ausnahmsweise erst recht (oder vor allem) die Kommentare.

https://editionf.com/coronaeltern-heulend-auf-dem-kuechenboden/

#coronaeltern #familie #gesellschaft
#CoronaEltern: Heulend auf dem Küchenboden
ich frage mich ja in solchen fällen, wieso der jesuisatire in solchen fällen nicht auf die idee kommt und fragt, was der vater macht?
weil die wirtschaftsredakteurin der welt ein politischer gegner ist, soll sie sich mal nicht so anstellen, leben ist halt so?
btw und ja, im vergleich mit den eingesperrten von moria, favela-bewohner!nnen in ecuador oder dem schicksal indischer tagelöhner!nnen sind das alles eher firstworld-problems, und?
falls das keine häme, sondern mitfühlende anteilnahme gewesen sein soll, tut mir meine antwort natürlich leid 0o
Wenn ihr keine Kinder habt,
dann lest bitte unbedingt das hier. Dringend. Und ausnahmsweise erst recht (oder vor allem) die Kommentare.
Tjoa und nun @KAOS? Also mir war das Problem durchaus gewahr (vielleicht nicht das Ausmaß), aber die ganze Zeit während ich das lese frage ich mich "und was soll/kann ich tun?" Und während ich die Kommentare alle so durchlese warte ich auf den Punkt wo mir das irgendjemand sagt, wo jemand schreibt "ach ich wünschte Leute ohne Kinder würden…".
Aber leider sind alle Bitten und Wünsche politischer Natur.

Trotzdem habe ich versucht mir Gedanken zu machen, ich habe gedacht an die Kinder in meinem Umfeld und wie ich deren Eltern helfen könnte.
Ich meine… ich kann ja schlecht zu meinen Freunden die Eltern sind fahren und ihre Kinder bespaßen und sagen "und jetzt geht ihr mal schön alleine in eins der geschlossenen Restaurants und gönnt euch einen Abend für euch!"
Was mir wohl als Idee kam wäre: Kinderbespaßung via Videokonferenz. Ich glaube das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und im Grunde wäre das auch nicht viel anders als "Fernsehen mit Interaktion", aber viele der Kommentare deuten darauf hin, dass es den Kindern an sozialer Interaktion fehlt.
Nun bin ich kein Experte für Kinderbespaßung via Videokonferenz, aber zum einen glaube ich, dass man das lernen kann und zum anderen gibt es ja durchaus auch Leute, die das professionell oder semiprofessionell machen: Puppenspieler, Pfarrerinnen, Erzieher… diese Leute wissen ja auch wie man eine (Klein)gruppe Kinder unterhält. (z.B. Willhelm Busch vorlesen und den letzten Reim immer von den Kindern zuende sprechen lassen… wobei Willhelm Busch nen krasser Sexist war, vielleicht nicht die beste Kinderliteratur XD).
Also die Idee wäre mir jetzt gekommen, kleine Gruppen ähnlich alter Kinder in einen Videochat zusammen bringen und Dinge mit ihnen tun, die man halt online tun kann, vielleicht entlastet das deren Eltern für die Dauer dieser Unterhaltung (zwangsläufig manche auch nicht, weil irgendein Kind natürlich sich das Knie stoßen wird und laut schreien und da kann die Märchentante am anderen Ende der Leitung auch nicht viel machen).

Und ein zweiter Gedanke der mir kam: Also ich weiß von manchen Eltern (mehr so im entfernten und erweiterten Umfeld), dass sie sich nicht so knallhart an die Kontaktbeschänkungen halten.
Und vielleicht ist das eine Teillösung: Man vergrößert einfach die eigene Seuchengruppe und tut so als lebte man mit mehr Menschen in einem Haushalt, als man wirklich tut: Kinder könnten in kleinen Gruppen mit den Nachbarkindern spielen. Immer mit den gleichen (falls es doch mal einen erwischt breitet sich das Virus nur lokal aus) aber immerhin das. zumal gabriella vitiello in einem Kommentar behauptet Kinder seien möglicherweise gar nicht infektiös, ich vermute dass das Bullshit/Wunschdenken ist, aber vielleicht ist ja was dran ^^
Sowas geht in Kleinstädten bzw. auf dem Land auch bestimmt besser als in der Großstadt, dort müsste man das vermutlich in Wohnungen machen (während man auf dem Land ja oft größere Gärten o.ä. hat).

Wie auch immer: Also sprecht: Was kann/soll ich tun?
Bei persönlich bekannten Schulkindern: anbieten, mit ihnen draußen Sport oder Schulaufgaben zu machen.

Bei Kleinkindern ist unter Einhaltung der Kontaktsperre nicht viel machbar.

Aber so generelle Sachen, die man auch Frauen im Wochenbett anbieten würde, könnten gehen:
Suppentopf vor die Tür stellen. Anrufen. Aufmunternde Päckchen mit Melissentee und dämpfenden Ohrstöpseln (Babies u Kleinkinder schreien so laut, dass mensch sie dennoch hört, aber die Dämpfung senkt den Adrenalin- und Aggressionspegel)
Oh, Hausaufgabenhilfe hab ich neulich sogar via Telefon und Fotos hin-und-her-schicken gegeben, war zwar Berufsschule aber…
Also nachdem ich wie gesagt neulich der Freundin einer Freundin bei den Hausaufgaben für die Berufsschule geholfen habe (ging um Physik/Kinetik) dachte ich, man könnte sich einfach in so einem Nachbarschafts-Netzwerk anbieten für Hausaufgabenhilfe/-betreuung/-dings via Video- oder Audiochat.
Und dann fiel mir auf, dass es wenig Sinn ergibt es auf die Nachbarschaft zu begrenzen, ich meine es ist Videochat, dabei ist doch gänzlich unerheblich ob ich nun einem Kind in Hamburg, Regensburg oder hier nebenan in Lemgo helfe. Also es müsste doch vielleicht eine Online-Plattform geben, wo man sowas anmelden kann und dann hörte ich gestern oder vorgestern in einem Podcast von https://www.corona-school.de und das klang nach genau dem: Menschen bieten sich an bei Hausaufgaben (etc.) zu helfen und andere Menschen können das in Anspruch nehmen. Und heute denke ich daran, suche die Seite auf und… werde hart enttäuscht: Da darf man ausschließlich helfen wenn man gerade studiert.

Nuja, damit bin ich raus. Aber vielleicht kennt ja jemand so eine Plattform.
KAOS diaspora
Danke, Deus, für die vielen Gedanken dazu!
Aber leider sind alle Bitten und Wünsche politischer Natur.
Ja, das ist genau der Knackpunkt...
Also die Idee wäre mir jetzt gekommen, kleine Gruppen ähnlich alter Kinder in einen Videochat zusammen bringen und Dinge mit ihnen tun, die man halt online tun kann, vielleicht entlastet das deren Eltern für die Dauer dieser Unterhaltung (zwangsläufig manche auch nicht, weil irgendein Kind natürlich sich das Knie stoßen wird und laut schreien und da kann die Märchentante am anderen Ende der Leitung auch nicht viel machen).
Für ältere Kinder ist das sicher gar nicht so blöd. :)

Ansonsten wäre es toll, wenn Leute ohne Kinder sich eine (oder maximal zwei) Familie in ihrem Umfeld suchen würden, mit der sie dann eben doch Kontakt haben und live mal für ein, zwei Stunden Kinder bespaßen oder beim Homeschooling helfen.
Und ein zweiter Gedanke der mir kam: Also ich weiß von manchen Eltern (mehr so im entfernten und erweiterten Umfeld), dass sie sich nicht so knallhart an die Kontaktbeschänkungen halten.
Und vielleicht ist das eine Teillösung: Man vergrößert einfach die eigene Seuchengruppe und tut so als lebte man mit mehr Menschen in einem Haushalt, als man wirklich tut: Kinder könnten in kleinen Gruppen mit den Nachbarkindern spielen. Immer mit den gleichen (falls es doch mal einen erwischt breitet sich das Virus nur lokal aus) aber immerhin das.
Jap, das machen wir schon. :) Sonst hätten wir die letzten 6 Wochen auch nicht bei halbwegs guter Stimmung und psychischer Gesundheit überstanden. ^ ^ Genau wie du es schreibst: Immer die gleichen wenigen Personen, aber das ist trotzdem viel besser als nichts.
Seit dieser Woche ist das in Berlin sogar legal, also genauer gesagt, es ist legal jemanden (privat, nicht gewerblich) auf Kinder aufpassen zu lassen, und auch, sich mit anderen Familien zusammenzutun und bis zu drei Kinder aus verschiedenen Haushalten miteinander spielen zu lassen.
Für ältere Kinder ist das sicher gar nicht so blöd. :)
Kommt drauf an, was du mit "älter" meinst, ich dachte an äääh junge SchülerInnen.
Ansonsten wäre es toll, wenn Leute ohne Kinder sich eine (oder maximal zwei) Familie in ihrem Umfeld suchen würden, mit der sie dann eben doch Kontakt haben und live mal für ein, zwei Stunden Kinder bespaßen oder beim Homeschooling helfen.
Ganz ehrlich: Solange ich nicht positiv auf Antikörper getestet bin würde ich lieber nicht wagen Leute anzustecken. Schlimm genug, dass ich normal arbeiten gehe.
Also ich kann mir irgendwie vorstellen unter größten Vorsichtsmaßnahmen (draußen mit Abstand etc.) sowas zu machen, aber dafür braucht es dann ja auch wieder entsprechend disziplinierte Kinder, die in der Lage sind den Abstand auch einzuhalten ohne sich gleichzeitig zurückgewiesen zu fühlen.

Ich glaube aber in meinem persönlichen Fall ist das eh unrealistisch, ich kenne extrem wenig Kinder so gut, dass die Kinder auch mich kennen und das mit fremden Kindern zu machen ist… äh gesellschaftlich unüblich und schwierig überhaupt zu initiieren.
Naja vielleicht so ein Nachbarschaftsnetzwerk.